Minister Hahn im Videointerview zu E-Voting

Manfred Krejcik, der unter anderem bei Radio Netwatcher / Netwatcher24 aktiv ist, hat ein Interview mit Minister Hahn zu E-Voting geführt. Das Video, in dessen Kommentareinblendungen auch papierwahl.at zitiert wird, gibts bei vimeo zu sehen:


[Direktlink]

.Gio Hahn, Wissenschaftsminister in Österreich verteidigt sein Prestigeprojekt E-Voting bei den ÖH-Wahlen. In einem Interview mit der ORF-Futurezone übte er Kritik an seinen Kritikern u. sparte nicht mit Kommentare „technologische Laien“ bzw. Kritiker als technologiefeindlich hin zu stellen. Wir von Radio Netwatcher wollten das genauer wissen und haben versucht den Minister auf seine E-Votingtauglichkeit zu testen.
Wer wenn nicht ein für E-Voting verantwortlicher Minister müsste eigentlich sattelfest sein.

Sagen wir müsste! Ob dies der Fall ist überlesen wir unseren geneigten Hörerschaft.

Link zum futurezone-Artikel
futurezone.orf.at/stories/1503308/

Fragen stellt Manfred Krejcik, Radio Netwatcher und selbst E-Voting Pionier anno 2000 Proponent der ARGE-UV-Wahl.
Kamera und Assistenz Thomas Lohninger von socialhack.wordpress.com

[via netwatcher24]

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Ghana: 2016 wird biometrisch gewählt?

In Ghana scheint es aktuell Bestrebungen zu geben, den Wahlvorgang elektronisch zu gestalten. Wie ghanadot.com berichtet, könnte man aber hier sogar noch einen Schritt weiter gehen und nicht nur auf „übliche Weise“ elektronisch abstimmen.
2016 soll biometrisch gewählt werden:

The Minister of Communications, Mr. Haruna Iddrisu disclosed this at the opening of a two day inaugural General Meeting of the African eGovernance Academy in Accra, yesterday.

According to him, “As most of you may be aware in Ghana and in many African countries there are calls for the introduction of e-voting processes.

Additionally, discussions are going in many circles in Ghana and elsewhere on the continent for the introduction of biometric voters register”.

Technische Einzelheiten oder Details zum Ablauf werden noch keine genannt. Als Vorteile erhofft sich Haruna Iddrisu „that, the biometric voting would reduce minor voting, violence and other negative tendencies which were concomitant to the past elections in the country.“

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Norwegen evaluiert Internetwahlen

In Norwegen werden derzeit Internetwahlen für 2011 überlegt, um „die Wahlbeteiligung zu steigern“. Zunächst sollen Onlinewahlen nur testweise in einigen ausgewählten Bezirken möglich sein. The Norway Post berichtet (via Paper Vote Canada):

The Ministry of Local Government and Regional Development is now working on a plan to test the possibility for allowing Norwegians to cast their vote from the home PC at the municipal elections in 2011.

Laut einer Befragung von NRK TV wird E-Voting nicht gerade besonders stürmisch willkommengeheißen, da „die Wähler auf die Papierwahl-Erfahrung nicht verzichten wollen“.

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E-Voting bei bulgarischen Parlamentswahlen

In Sofia gab es einen E-Voting-Versuch (RadioBulgaria via Martin Fehndrich):

In den neun Wahllokalen im Sofioter Französisch-Gymnasium haben sich insgesamt 257 Bürger für die elektronische Stimmabgabe entschieden, erklärten Vertreter des regionalen Wahlausschusses im 24. Mehrmandatswahlkreis gegenüber der Bulgarischen amtlichen Nachrichtenagentur BTA. Laut Gesetz könne man in diesen Wahllokalen zwischen der traditionellen und der elektronischen Stimmabgabe wählen, so die Vertreter der Wahlausschusses. Das E-Voting ist ein Novum bei den bulgarischen Parlamentswahlen.

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Wikileaks: Dokument zu Österreichs E-Voting-System nominiert als „Most Wanted Leak 2009“

Wikileaks hat zur Zeit einen kleinen Wettbewerb laufen, der die „Most Wanted Leaks of 2009“ ermittlen soll. Dazu kann jeder heißbegehrte Dokumente vorschlagen, die den auf der Seite genannten Kriterien entsprechen.

WikiLeaks requests nominations for 2009’s Most Wanted Leaks—the concealed documents or recordings most sought after by a country’s journalists, activists, historians, lawyers, police, or human rights investigators. Nominations are currently OPEN. Prizes will be award to the winner for each country.

Für Österreich sind derzeit zwei Dokumente gelistet. Eines davon fordert etwas mehr Licht in das, bei der ÖH-Wahl getestete, E-Voting-System zu bringen:

Austria

1. Source-code as well as certifications for the Austrian e-Voting system used in students elections.

Wie lange der Wettbewerb noch läuft, wird auf der Seite nicht verraten.

[via fefe]

Update:
Wikileaks hat auf der Seite mittlerweile auch festgesetzt bis wann der Wettbewerb läuft: bis 01. August kann noch nominiert werden. Die Gewinner werden auf der HAR (Hacking at Random) bekanntgegeben (13. – 16. August).

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E-Voting löst Beschwerdewelle bei ÖH-Wahlen aus

Bei den ÖH-Wahlen 2009 war das erste mal die elektronische Stimmabgabe mittels E-Voting möglich. Was erklärte Wahlziel von einer Erhöhung der Wahlbeteiligung wurde allerdings nicht erreicht, die Kosten pro E-Stimme explodierten, es kam zu Verzögerungen bei der Auszählung, der Überprüfungsmechanismus wurde auch verzögert zur Verfügung gestellt, das Wählerverzeichnis war anfangs unvollständig und es gab Probleme mit den Stimmzetteln – wir berichteten.

Zudem wurde das Vertrauen in die ÖH-Wahl enorm geschädigt, da es nun zu einer Reihe von Beschwerden und Anfechtungen kommen wird (via futurezone):

Während es in der Vergangenheit in der Regel zwischen vier und sechs Einsprüche bei den Wahlkommissionen an den 21 Unis gab, dürften es nach dem ersten Urnengang mit E-Voting-Option bis zu 25 werden, so der Vorsitzende der Bundeswahlkommission, Bernhard Varga, am Mittwoch.

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E-Voting Spezial auf WALjournal

Achtung: Das Event hat sich um zwei Wochen verschoben!

Kommenden Montag, den 6.7., gibt es E-Voting Spezial auf WALjournal LIVE mit Peter Purgathofer (TU Wien) und Constanze Kurz (Chaos Computer Club Berlin). Die Online-Diskussion kann via Video mitverfolgt werden. Zur Interaktion bei der Diskussion mittels Twitter, Chat, Email und Telefon wird explizit aufgefordert.
waljournal

„eVoting: Wissen Sie, was in einem Wahlcomputer wirklich passiert?“

WALjournal LIVE

Montag, 22. Juni 6.Juli 2009
17:30 – 18:15 Uhr


Talkgäste

Dr. Peter Purgathofer (TU Wien, papierwahl.at)
Constanze Kurz (Humbolt Universität Berlin, ccc.de)- LIVE-Zuschaltung aus Berlin)

Moderation: Dieter Zirnig
Wahlbeobachter: Dominik Leitner

» Mehr Informationen
» Facebook Event

Diskutieren Sie mit – LIVE-Interaktion
Twitter | Chat | E-Mail | Telefon

.
Ein kleines Video mit der Vorstellung vom WALjournal ist auch zu finden (via netwatcher24):
WALjournal. Das Journal zur Wahl: Vorstellung und Konzept

WALjournal. Das Journal zur Wahl: Vorstellung und Konzept from Netwatcher24 on Vimeo.

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ÖH der Uni Wien beantragt Prüfung von E-Voting beim VfGH

Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) der Uni Wien beantragt den Einsatz von E-Voting auf Verfassungswidrigkeiten vom Verfassungsgerichtshof prüfen zu lassen (via futurezone):

Die beiden Vorsitzenden, Fanny Rasul von den Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) und Sophie Wollner vom Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ), begründeten den Antrag am Donnerstag bei einer Pressekonferenz damit, dass elektronische Stimmabgabe per se das freie, geheime, persönliche Wahlrecht nicht garantiere, das Ergebnis vom Wähler nicht überprüft und Manipulation des Wahlergebnis nicht ausgeschlossen werden könne. [..]

Ziel des Antrags ist laut ÖH Wien-Anwalt Alfred Noll die Aufhebung der gesetzlichen Grundlage von E-Voting, also der entsprechenden Bestimmungen im Hochschülerschaftsgesetz bzw. in der Hochschülerschaftswahlordnung.

Erst vor kurzem hat der Präsident des Verfassungsgerichtshofs Gerhart Holzinger seine Kritik an E-Voting erneuert. Nun wird Konsequenz zu seinen Aussagen verlangt.

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Nachtrag: Hier ein Video von der Pressekonferenz (via netwatcher24):

Auch auf netwatcher24.at und derstandard.at

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E-Voting-Versuch in Basel

Neben Genf, Neuenburg und Zürich wird ein weiterer Schweizer Kanton E-Voting einsetzen: Ein elektronisches Wahlsystem wird testweise bald für Auslands-Basler zugänglich sein, berichtet die Basler Zeitung:

Auslandschweizer mit Basler Wurzeln können am 29. November erstmals elektronisch abstimmen. Für diese Stimmabgabe stellt der Kanton Genf den Baslern sein e-Voting-System zur Verfügung. [..] Basel-Stadt ist der erste Kanton, der e-Voting mit dem System eines anderen Kantones zulässt.

Die Medienseite des Kantons Basel-Stadt erklärt ebenfalls:

Beherbergt sind die Auslandschweizer Stimmberechtigten des Kantons Basel-Stadt auf dem Vote électronique-System des Kantons Genf, das bereits während mehreren Urnengängen erfolgreich im Einsatz steht.

In der Schweiz wurden seit 2002 mehrere E-Voting-Pilotversuche im Rahmen des Projekts Vote Èlectronique mit verschiedenen E-Voting-Verfahren (auch Wählen über Internet oder per SMS) für Wahlen und Abstimmungen durchgeführt, wir berichteten. Damit ist die Schweiz neben Österreich und Estland eine der wenigen Nationen, die Internetwahlen befürworten.

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JES ficht ÖH-Wahl doch nicht an

Frei nach dem Motto „man kann doch noch seine Meinung ändern“ ficht die Liste Junge Europäische Studenteninitiative (JES) die elektronischen ÖH-Wahlen nun doch nicht an und äußern sich zudem E-Voting befürwortend [futurezone]:

Auf dem virtuellen Wahlzettel des E-Voting-Systems war der Name der Liste nicht korrekt aufgeführt gewesen, statt „Junge Europäische Studenteninitiative“ war nur „Junge Studenteninitiative“ im System gestanden. [..] Auch wenn es sich dabei um einen „zentralen Wahlmangel“ gehandelt habe, mit dem sie „vermutlich erstinstanzlich bereits Erfolg“ gehabt hätte, verzichte die JES auf die Anfechtung, so ihr Rechtsreferent Jakob Mahringer. Trotz des Fehlers hält die JES das E-Voting für ein „effizientes Instrument“ und befürwortet den Einsatz des Systems auch bei künftigen Urnengängen.

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