BMWF beantwortet Anfrage zu E-Voting bei den ÖH-Wahlen

Vor zwei Monaten reichten Mag. Daniela Musiol und Kollegen eine schriftliche Anfrage der GRAS, an Bundesminister Hahn betreffend E-Voting bei den kommenden ÖH-Wahlen ein. Seit gestern gibt es auf den Seiten des österreichischen Parlaments die Antworten darauf.

Die Anfrage verlangt Auskunft über technische Angelegenheiten, Scytl, die Wahldurchführung, Rechtliches, Kosten und die Zukunft.
Das Bundesministerium macht allerdings teilweise sehr wenig zufrieden stellende Aussagen. So gibt es etwa auf die Frage, wie das System vor Angriffen von außen geschützt werden soll, die Antwort:

Generell werden keine Angriffe erwartet, da Personen, die versuchen, das System zu kompromittieren, rechtlich belangt werden können. […]

Neben vielen vagen und zurückhaltenden Aussagen gibt es aber immerhin noch eine kleine Kostenaufschlüsselung (Frage 5) zu dem Projekt und die Aussage, dass es einen öffentlichen Endbericht geben wird (Datum derzeit noch unbekannt).

zur schriftlichen Anfrage „E-Voting bei ÖH-Wahlen 2009“
zur Beantwortung durch BM Hahn

.

Nachtrag: Eine Reaktion der Grünen lässt auch nicht lange auf sich warten: „Grüne verschärfen Kritik an E-Voting„. Hier kritisieren sie, dass zwar eine Kostenaufstellung gegeben wurde, aber laut Hahn die „Gesamtkosten des Projekts derzeit noch nicht abschätzbar“ seien.

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6 Antworten zu BMWF beantwortet Anfrage zu E-Voting bei den ÖH-Wahlen

  1. Wolfgang schreibt:

    Diese Antwort ist unglaublich. Sind dort wirklich Träumer am Werken oder ist das Ausdruck purerIgnoranz?

    • ginger schreibt:

      Also. Zum Ersten:
      Es hängt vor allem vom Benutzer ab. Eine Firewall zB. wäre von nutzen. Anti Sniffer Programme etc.
      Die Wähler haben also das Zepter selbst in der Hand.

      Zum Zweiten:
      Die Wahlbeteiligung bei den letzten ÖH Wahlen war sehr niedrig. Die kann durch e-voting verändert werden.
      Halte allein desswegen e-voting für Sinnvoll.

      Zum Dritten:
      Wg. der Sicherheit braucht sich niemand Gedanken machen. Man legt eine digitale Sugnatur ab. Ähnlich wie bei e-banking.

      • marc schreibt:

        @ginger:

        zu 1) Erkläre den Security-Kram mal deinen Eltern, Großeltern und dem Ottonormal PC-User. Du wirst sehr schnell an Grenzen stoßen.

        zu 2) Dass die Wahlbeteiligung niedrig ist (und vielleicht sogar weiter sinkt) halte ich nicht für ein Problem der derzeitigen Art der Wahldurchführung. Um nur ein Stichwort zum darüber nachdenken zu bringen: Politikverdrossenheit.

        zu 3) Das mit den digitalen Signaturen hattest du irgendwo anders schonmal kommentiert. Außerdem hinkt der Vergleich E-Voting und E-Banking, wie hier auch schon des öfteren erwähnt.

        PS: du musst übrigens nicht jedesmal deinen Username ändern, wenn du hier kommentierst ;)

  2. electrobabe schreibt:

    ich finde auch, dass allein die androhung einer strafe als prävention ausreicht. so funktioniert ja auch unser strafsystem: judikative, legislative … oder war da noch was? ;)

  3. martin schreibt:

    Der Herr BM bekommt vermutlich auch keinen Spam, weil das ist ja verboten.

  4. Pingback: BMWF beantwortet die 2. Anfrage der Grünen zu E-Voting bei den ÖH-Wahlen « papierwahl.at – Kritik an E-Voting

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