freies, geheimes und persönliches wahlrecht bei internetwahlen?

die wahlrechtsgrundsätze sind in der verfassung verankert und besagen, dass jeder österreichische bürger oder jede bürgerin das recht auf eine allgemeine, freie, gleiche, persönliche, unmittelbare und geheime ausübung seines / ihres wahlrechts hat. beim e-voting sind neben der manipulationssicherheit und einer korrekten technischen implementierung auch die grundsätze des freien, geheimen und persönlichen wahlrechts umstritten – kurz gesagt (weiteres ist in meinem buch nachzulesen ;) ).

die stellungnahme des österreichischen datenschutzrates zum thema e-voting stärkt die seite der ÖH, die sich gegen die einführung von internetwahlen zu den kommenden hochschülerschaftswahlen wehren.

[..] Zudem ist auch die technische Frage zu lösen, wie diametral entgegenstehende Forderungen nach einwandfreier Authentifizierung des Wählers auf der einen Seite und des in der Verfassung verankerten freien, geheimen und persönlichen Wahlrechts auf der anderen Seite beim E-Voting erfüllt werden können.

Der Datenschutzrat regt daher an, bis zur grundsätzlichen Klärung auf verfassungsrechtlicher und technischer Ebene, von der Einführung von E-Voting, auch in dem Teilbereich Hochschülerschaftswahl, Abstand zu nehmen.

leider hat der datenschutzrat keinerlei rechtliche befugnis. diese aussage gilt quasi nur als empfehlung, nicht als weisung. hier der heise artikel über die stellungnahme des österreichischen datenschutzrates

auf der e-vote08 konverenz in bregenz habe ich mit einigen internationalen experten gesprochen, die ganz verwundert waren, dass internetwahlen (im gegensatz zu wahlmaschinen) noch immer diskutiert werden, da sie in vielen staaten bereits abgelehnt wurden. ;) das größte problem bei internetwahlen ist immer noch das des stimmenkaufs.

zu diesem thema gleich noch ein zeitungsartikel vom märz – btw. da dachte man noch, dass die nächsten nationalratswahlen 2010 stattfinden würden :)

[zum vergrößern klicken]

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evote08 live stream

hier der link zum live stream der evote08 konferenz

ps. ich werde zwar nicht vortragen, ist aber teilweise auch interessant ;) hier ist das programm

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competition auf der evote08

derzeit bin ich in bregenz auf der evote08, einer vom kompetenzzentrum organisierten internationalen konferenz zum thema e-voting (wie könnte es auch anders sein) und habe heute meine arbeit an der e-voting competition abgeschlossen. entgegen verfrühten berichten (heises berichterstatter richard sietmann ist auch auf der evote08), steht das ergebnis zwar schon fest, wird aber erst am freitag veröffentlicht. ein ausführlicher bereicht – vorallem meiner analyse – folgt.

sonst ist es ganz nett hier. tolles wetter, internationales publikum, etwas stressig, dafür gratis wlan ;)

morgen fängt die konferenz richtig an. etwa hundert teilnehmer erfreuen sich an 17 beiträgen und drei workshops an 2,5 tagen mit abendprogramm.

auf monitorTv.at wird es dann auch berichte und einen live stream geben.

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cc schutzprofil für internetwahlen

auf der seite des deutschen bsi gibt es das neue common criteria-schutzprofil für online-wahlen zum durchlesen als pdf. hier der bericht auf heise.de

ich muss es mir noch durchsehen, prinzipiell begrüße ich aber diese entwicklung. ob eine zertifizierung von internetwahlen mit diesem protection profile wirklich viel bringen würde, sei noch dahingestellt. vor allem der disclaimer, dass es sich nur um einen „Basissatz von Sicherheitsanforderungen“ handelt, verunsichert mich da etwas.

leider kommt das protection profile aber etwas zu spät für den programmierwettbewerb, für den ich mir gerade einige internetwahl-systeme angeschaut habe – dazu aber später einmal ;)

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D • A • CH Security 2008, tag 2

durch education roaming (kurz eduroam) bin ich, als tu wien studentin, nach mühsamer konfiguration endlich ins verschlüsselte wlan der tu berlin gekommen. anscheinend sonst keiner, denn ich bin die einzige, die mit offenem notebook am schoss im raum sitzt – was mein bunter hund image unterstützt.

mein vortrag heute früh über sicherheit von e-voting-systemen (mein diss thema) ist sehr gut angekommen! e-voting ist nach wie vor ein spannendes thema, unter technikern sowieso.

parallel zu meiner session über anwendungen war eine total interessante session über web security, die ich leider verpasst habe. dadurch war der saal, in dem der vortrag stattfand, auch nicht besonders überlaufen, aber gut gefüllt. die fragestunde ging dann in die pause über, kontakte wurden geknüpft ;)

der tag ist noch nicht ganz vorbei, mal schauen, was noch kommt.

nachtrag: viel kam nicht mehr. einige eher unaufregende vorträge. dann noch im hotel großzügig duschen und bissl shoppen und strawanzen durch berlin. die euro hab ich erfolgreich verweigert, obwohl sie von sich hören ließ ;)

hier zu tag 1

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D • A • CH Security 2008, tag 1

also heute berlin, auf der D • A • CH Security 2008, einer deutschsprachigen wissenschaftlichen konferenz zum thema it-sicherheit. meine kommentare zum tag:

… kein freies wlan auf der tu berlin, in deren räumen die konferenz stattfindet :( . ist nur für studenten der tu berlin. angeblich gibts einen zugang für studenten anderer unis, aber da muss ich erst genauer nachforschen – was ohne internet blöderweise nicht geht :/ prepaid internet im hotel tuts auch.

…es ist jedes mal aufs neue sehr schön sein eigenes paper in einem buch abgedruckt zu sehen ;)

… das essen in der mensa der tu berlin ist gut und super billig! konferenzteilnehmer sind netterweise eingeladen, aber solche preise (warme hauptgerichte unter 2€) hätt ich auch gern in der mensa der tu wien gehabt.

… hab heute einen äußerst (wahrscheinlich ungewollt) lustigen beitrag zu IDS (intrusion detection systems) in embedded systems von autos gehört ;) . also diese systeme sollen externe hacks über ein anderes netz auf z.b. das steuergerät des ABS verhindern… naja, vielleicht lach ich jetzt noch, aber _dann_, in 10 jahren, jaja

… bester vortrag heute zu „remote forensic software“ (sprich online durchsuchung oder bundestrojaner etc) von christoph wegener. schungvoller vortrag, informativ, und schön zynisch ;) vielleicht schreib ich noch mehr über die anderen vorträge, wenn ich etwas zeit habe… btw eine lustige aktion des CCC: bundestrojaner.net.

…ich glaub, ich hab heut keinen einzigen in jeans gesehen. barcamps sind halt schon cooler.

so, jetzt auf zum funkturm, einer art berliner donauturm (mit restaurant, das sich dreht) (hab ich verwechselt, nur restaurant), auf dem die veranstalter ein abendessen mit den konferenzteilnehmern organisiert haben

nachtrag: hier tag 2

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buch in onlineshops verfügbar – rezensionen erbeten

meine diss wurde beim verlag dr. müller als buch veröffentlicht. der preis steht jetzt fest: schnäppchenverdächtige 68 euro. über mich direkt kann das buch auch um ca. 20% günstiger (autorenrabatt) bezogen werden.

auf amazon.at, bei books on demand, bücher.de, libri.de, buchkatalog.de und thalia.at (wucher: 2 euro mehr!) ist das buch mit dem titel „Sicherheit elektronischer Wahlen“ bereits (leider noch ohne coverbild) verfügbar. lieferung erfolgt allerdings erst in 2-4 wochen.

also bitte, bitte, liebe lektoren – und wer sonst mag – eine liebe rezension schreiben. bussi, bussi

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e-voting programmierwettbewerb deadline diese woche!

die deadline für den programmierwettbewerb von internetwahlsystemen läuft diese woche aus. der wettbewerb wurde von e-voting.cc und der Internet Privatstiftung Austria IPA gestartet (die futurezone berichtete, ich auch).

bin schon sehr auf die einreichungen gespannt, die ich dann auseinander nehmen begutachten kann

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politcamp, tag 1

nach der iChat präsentation von peter purgathofer, die eine gute einführung in die probleme des e-votings brachte, hielt ich meinen nicht gerade überrannten beitrag. mehr eine offene, zu peters vortrag nachfolgende diskussion über risiken von e-voting.

hier ein gespräch / interview mit thomas (?) zum thema: „e-voting vermeiden“

bin gespannt, wie es hier am politcamp in graz weiter gehen wird und wie das kunsthaus graz aussieht, wenn man direkt davor steht

nachtrag: von meinem vortrag

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neue studie zu e-demokratie von prosser

in einem standard artikel wurde eine neue repräsentativumfrage des wu professors alexander prosser, der e-voting.at gegründet hat (die konkurrenz zum kompetenzzentrum), beschrieben. diese studie bringt, wie andere studien über e-demokratie oder e-partizipation, wieder mal nahe liegende zusammenhänge zum vorschein: der durchschnittliche technophile großstadtbewohner mag e-voting, kennt aber auch die gefahren.

ein nettes zitat kam allerdings im artikel:

E-Voting ist nicht das Techno-Gadget für die Internetgeneration oder die Wunderwaffe gegen die Politikverdrossenheit

find ich auch

mehr zu e-voting

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