papierwahl.at ist gestartet

Hier, auf der neuen Seite papierwahl.at, können sich E-Voting-Kritiker, E-Voting-Gegner wie auch skeptische Bürger informieren und sammeln. Die Initiative für ein kritisches Betrachten von elektronischen Wahlformen ist vor allem wegen des Drängens des österreichischen Wissenschaftsministers hin zu Internetwahlen bei den kommenden ÖH Wahlen entstanden.

Ein großes Danke geht vorerst an alle bisherigen Mitwirkenden!

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Mein Buch in der Computerzeitschrift c’t

Heute in der aktuellen c’t (_das_ populärwissenschaftliche Magazin für Techniker!) gefunden:

Eine durchaus gute Kritik von Richard Sietmann zu meinem Buch (c’t 22/2008, S. 218)!

[zum vergrößern aufs Bild klicken]

Nett, der kleine Seitenhieb wegen des hohen Preises ;)

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Nachtrag: Marc hat mir auch eine nette Rezension geschrieben

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Kamera im Wahllokal in Bayern

Sicherheitsprobleme bei der bayrischen Landtagswahl?!

Interessantes Detail am Rande der bayrischen Wahlen am 28.9.: Hier ein Bild einer Kamera oder Kameraattrappe im Stimmbezirk 3 der Stadt Münchberg

via tim

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e-voting probleme in brandenburg und florida

folgende news bei elektronischen wahlen bzw. sicherheitsprobleme bei wahlen:

florida, USA

bei der Wahl eines richter-posten in Palm Beach Count, florida, stand nach einer erneuten auszählung der paperstimmzettel, die mit optischen scannern ausgewertet wurden, plötzlich der gegenkanditat als gewinner fest:

Am 26. August fand dort eine Wahl um die Stelle eines Circuit Judges statt, der Wahlsieger gewann mit der sehr knappen Mehrheit von 17 Stimmen. [..] Bei dem „Recount“ eine Woche später stellte sich heraus, dass 3.478 Stimmzettel im Vergleich zur ersten Auszählung fehlten. Zudem erzielte der Gegenkandidat bei der neuen Auszählung eine knappe Mehrheit von 60 Stimmen und war dadurch neuer Sieger der Wahl. [..]

Infolgedessen beantragte der unterlegene Kandidat vor Gericht einen Test [..]. Wahlhelfer fütterten die Maschinen mit Stimmzetteln, die am Wahltag als ungültig abgelehnt worden waren. Normalerweise hätten sie erneut abgelehnt werden müssen. Das war aber nicht der Fall. Die Testläufe erbrachten jedesmal unterschiedliche Ergebnisse [..]. Beim ersten Mal akzeptierten sie drei von 160 Stimmzetteln doch als gültige Stimmabgaben, bei weiteren Versuchen mit 102 zusätzlichen Stimmzetteln, die sie ablehnen hätten sollen, akzeptierten sie zunächst 13 als gültig und beim zweiten Lauf sogar 90.

gleichartige wahlmaschinen sollen im november auch bei den präsidentschaftswahlenin den USA eingesetzt werden. mit erneuten auszählungen ist hier wieder zurechnen, zumal florida als „swing state“ gilt, in dem George W. Bush im jahr 2000 bereits mit einem sehr umstrittenen ergebnis gewann.

mehr auf heise.de

brandenburg, deutschland

bei den kommunalwahlen in brandenburg stellten wahlbeobachter fest, dass wähler und wahlvorstände offenbar überfordert waren, es kam zu großen wartezeiten und mögliche sicherheitslücken wurden erkannt.

weiters stellte man fest, dass sich der wahlcomputereinsatz negativ auf die wahlbeteiligung aus wirkte. genaue zahlen sind hier zu finden.

interessant an der wahl war auch, dass sich die wahlbeobachtung des CCC mittels twitter, soup.io und flickr mitverfolgen ließ.

bild via murdelta

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wahlmaschinen bei den simpsons

„Homer Simpson tries to vote for Obama“

via peterpur

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die grüne position zu e-voting

auf meine anfrage an christoph chorherr zur position der grünen zu e-voting bekam ich folgende antwort von ihm:

Unsere position zum e-voting war sehr zurückhaltend und ist in letzter Zeit immer skeptischer geworden. Denn immer klarer zeigt sich, dass weder das geheime Wahlrecht dadurch garantiert ist, noch Missbrauch oder Manipulation ausgeschlossen werden kann.

Wozu das Ganze dann?
Welchen Vorteil bringt es?

Wo „online“ grosse Vorteile bringen kann, ist das ganze grosse Feld der Bürgermitbestimmung.
Ich nenne nur ein Beispiel aus meinem kommunalen Wirkungsbereich:
Flächenwidmungspläne.
Was darf wie wo gebaut werden.
Diese sind extrem unverständlich formuliert und das „Recht zur Stellungnahme“ ist kaum attraktiv via web möglich.
Hier seh ich grosse Möglichkeiten für mehr Transparenz und auch Mitbestimmung.
Bei Wählen lasst uns, was die Form betrifft, konservativ bleiben.

find ich gut!:)

nebenbei bemerkt bekam ich die antwort über facebook, wo die grünen stark vertreten sind. hiermit möchte ich auch zum gelungenen web2.0-wahlkampf gratulieren!

Illustration (via helge) © Cox & Forkum

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e-voting-ausschreibung für ÖH wahlen gescheitert

endlich ist die katze aus dem sack! es gibt verzögerungen bei der einführung von internetwahlen für die ÖH-wahl.

auf heise.de heißt es:

Das Wissenschaftsministerium musste die Ausschreibung und die bereits getroffenen Zuschlagsentscheidungen widerrufen, nachdem unterlegene Konkurrenten Rechtsmittel [beim Bundesvergabeamt] eingelegt hatten. [..] Unbestätigten Informationen zufolge soll den unterlegenen Bewerbern sauer aufgestoßen sein, dass sie nicht einmal zu Verhandlungen eingeladen wurden.

e-voting soll in österreich aber durchgeboxt werden, die erneute ausschreibung soll noch vor den öh-wahlen im frühling 2009 abgeschlossen werden. auch ein grund für den einsatz von e-voting in österreich ist die mangelnde verbreitung der bürgerkarten, die für eine teilnahme an einer elektronischen wahl verplichtend wären.

etwas gruseliger wird es hier:

Die Österreichische Hochschülerschaft selbst hat sich einstimmig gegen die Einführung von E-Voting ausgesprochen, Wissenschaftsministerium Johannes Hahn (ÖVP) hält aber ab an seinen Plänen fest. Dafür will er eine neue Hochschülerschaftswahlordnung einrichten. In einigen Jahren könnte die Papierwahl vollständig durch E-Voting ersetzt werden.

hier sind aber auch die neuwahlen abzuwarten, da ein neuer wissenschaftsminister vielleicht anders entscheiden würde.

auch in der futurezone

via murdelta – schön, dass das thema auch noch andere österreichische blogger verfolgen :)

[verbesserte wahlcomputer]

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kritisches zum thema e-voting

einige aktuelle, kritische berichte zum thema e-voting

aufruf gegen eine schleichende einführung von internetwahlen

hier warnen eine reihe namhafter US e-voting experten und wissenschaftler vor „der schleichenden Einführung von Internet-Wahlsystemen in ‚Pilotprojekten'“:

Als „Herausforderungen“ nennen die Unterzeichner explizit das Problem der verifizierbaren Korrektheit [..] sowie die Entwicklung hinreichend starker Schutzmechanismen gegen Stimmenmanipulationen durch Insider. Darüber hinaus führen sie die Schwierigkeit an, die Ergebnisse zuverlässig anhand unveränderbarer und vom Wähler bestätigter Belege ebenso wirksam wie mit traditionellen Papierstimmzetteln und unter Wahrung des Wahlgeheimnisses nachprüfen zu können. „Eine solche Überprüfbarkeit herzustellen – papierlos und mit einem geheimen Stimmzettel, der über das Internet übertragen wird – ist ein ungelöstes Problem„.

hier der vollständige heise bericht

yet another e-voting machine hack

wie slashdot berichtet, kam es wieder zu einem hack von wahlmaschinen. dieses mal nicht diebold, sondern wurden sequoia-wahlmaschinen von einer universitären arbeitsgruppe aus den usa gehackt. der hack zeigt auch, wie leicht es nicht ist, durch eine manipulation der software – trotz verwendung von papierbelegen, sogenannten paper audit trails, das stimmergebnis zu verändern. hier die videos, in zwei teilen:

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nachtrag zur EVOTE08

hier nun einige artikel zur EVOTE08 konferenz in bregenz, die von 6. bis 9. 8. 2008 statt gefunden hat und an der ich ebenfalls teilgenommen habe.

e-voting readiness index

robert krimmer stellte auf der EVOTE08 den sogenannten „E-Voting Readiness Index“ vor (bericht in der futurezone), der auskunft über die infrastruktur von ländern in hinblick auf e-voting gibg. österreich schneidet bei diesem index – wie zu erwarten – relativ gut ab.

im passenden heise artikel durfte ich mich auch mal verewigen (leider nicht namentlich), denn es wurde eine frage von mir festgehalten, und zwar meine kritik an diesem index – die wissenschaftlichkeit.

programmierwettbewerb für internetwahlsysteme

hier ein bericht zum wettbewerb mehrerer internetwahlsysteme, bei dem ich in der jury mitgearbeitet habe. die drei finalisten hatten die gelegenheit sich vor der EVOTE08 konferenz einer kompetition zu stellen und wurden am ende der konferenz ausgezeichnet.

kritiker, kontrollverlust, transparenz

in einem artikel in der c’t Transparenz, Vertrauen und Kontrolle – Die Einwände der E-Voting-Kritiker zeigen Wirkung berichtet richard sietmannvon der EVOTE08, dem aktuellen stand zum thema e-voting europa- (schweiz, GB, niederlande, estland, rumänien) wie auch österreichweit (im bezug auf die ÖH wahlen).

Jordi Barrat, dessen vortrag auf der EVOTE08 echt herausfordernd ;) war, meinte hier:

„Die Papierstimmzettel in den Wahllokalen sind eine recht simple Technik, aber juristisch gesehen eine sehr ausgefeilte Lösung“ [..]. Jeder Bürger kann der Stimmabgabe und Auszählung beiwohnen und so Teil des Auditprozesses werden. „Ich glaube, dass E-Voting-Systeme niemals diese Art der Transparenz erreichen werden“

papierstimmzettel sind nach wie vor ungeschlagen in einfachheit und tranparenz. oft stellt sich somit die frage, wozu man überhaupt ein neues system mit einer reihe von kompromissen einführen soll, wenn sich das alte bewährt.

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e-voting gegenbewegung von seiten der ÖH

ich bin begeistert, dass es endlich eine gegenbewegung von seiten der ÖH zur den geplanten internetwahlen bei den kommenden hochschülerschaftswahlen im frühling 2009 gibt. hier der link:

http://www.rettet-die-wahlen.at/

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