e-voting-ausschreibung für ÖH wahlen gescheitert

endlich ist die katze aus dem sack! es gibt verzögerungen bei der einführung von internetwahlen für die ÖH-wahl.

auf heise.de heißt es:

Das Wissenschaftsministerium musste die Ausschreibung und die bereits getroffenen Zuschlagsentscheidungen widerrufen, nachdem unterlegene Konkurrenten Rechtsmittel [beim Bundesvergabeamt] eingelegt hatten. [..] Unbestätigten Informationen zufolge soll den unterlegenen Bewerbern sauer aufgestoßen sein, dass sie nicht einmal zu Verhandlungen eingeladen wurden.

e-voting soll in österreich aber durchgeboxt werden, die erneute ausschreibung soll noch vor den öh-wahlen im frühling 2009 abgeschlossen werden. auch ein grund für den einsatz von e-voting in österreich ist die mangelnde verbreitung der bürgerkarten, die für eine teilnahme an einer elektronischen wahl verplichtend wären.

etwas gruseliger wird es hier:

Die Österreichische Hochschülerschaft selbst hat sich einstimmig gegen die Einführung von E-Voting ausgesprochen, Wissenschaftsministerium Johannes Hahn (ÖVP) hält aber ab an seinen Plänen fest. Dafür will er eine neue Hochschülerschaftswahlordnung einrichten. In einigen Jahren könnte die Papierwahl vollständig durch E-Voting ersetzt werden.

hier sind aber auch die neuwahlen abzuwarten, da ein neuer wissenschaftsminister vielleicht anders entscheiden würde.

auch in der futurezone

via murdelta – schön, dass das thema auch noch andere österreichische blogger verfolgen :)

[verbesserte wahlcomputer]

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7 Antworten zu e-voting-ausschreibung für ÖH wahlen gescheitert

  1. rip schreibt:

    Hm soll ich mir nun so eine Karte für Studis holen, auch wenn ich ned damit wählen gehe? Ist die e-card als Träger der Bürgerkartenfunktion sicher für mich? Und zweitens: Die Aktion lockt mit Gratis-Kartenlesegerät, kann ich damit den Bankomatkarten Code meiner Nachbarin knacken (vorausgesetzt ich klaute ihre Karte)?

    Ahja und drittens: Haben die nicht Angst, dass die Website der Aktion „www.studi.gv.at“ von studiVZ genau wie damals fickenVZ wegen Namensähnlichkeit geklagt wird?

    Tja Fragen über Fragen… Bitte um Rat, Frau Doktor ;)

  2. electrobabe schreibt:

    ich hab die seite http://www.studi.gv.at auch schon bemerkt
    es geht wohl darum, endlich die verbreitung der bürgerkarten voranzutreiben. die möglichkeit bzw. aufforderung seine ecard zur bürgerkarte upzugraden, gibts schon seit einiger zeit auf buergerkarte.at – auf finanzonline hab ich den „hilferuf“, glaub ich, auch schon mal gesehen.

    das prinzip der digitalen signatur ist ein altes und ausgereiftes, und somit auch hinreichend sicher. für die meisten ist aber das hantieren mit karterl und kartenleser und installerien der software etc. zu kompliziert, deswegen verwendet kaum jemand die bürgerkarte.
    …beim wählen übers internet ist die kryptographie aber auch das geringste problem ;)

  3. rip schreibt:

    ok fein danke! dann werd ich mir das inkl. kasterl und co wirklich besorgen. gibt ja nichts schöneres als seine steuer und sozialversicherung dann online erledigen zu können (hust). gut für digitale signaturen wirds sowieso endlich zeit.

    angeblich gilt die regelung für die anerkennung von unterschriften per fax nur noch bis 2009, um die digitale signatur voranzutreiben, weißt du da was?

  4. electrobabe schreibt:

    rein rechtlich gilt eine „handschriftliche unterschrift“ sowieso nur als rechtsverbindlich, wenn sie direkt eigenhändig am original mit stift getätigt wird. also sowieso nicht mit fax!
    manche firmen lassen aber auch kommunikation mit kopien, wie fax oder (scan per) email etc. zu. hier muss man das kleingedruckte lesen, denn wenn z.b. in deinem vertrag mit einer firma steht, dass etwa die kündigung nur mit handschriftlicher unterschrift und eingeschrieben, oder weiß gott was, geht, gilt eine kopie nicht! darauf kann man sich rechtlich dann natürlich auch berufen.

    deine steuern und sozialversicherungszahlungen kannst du übrigens auch ohne bürgerkarte super cool und schnell vom sofa aus online erledigen!

  5. rip schreibt:

    uhh ist doch wieder mal alles vielschichtiger als erwartet. aber ich freu mich dann doch auch, wenn ich mit der karte so einiges mehr vom sofa aus machen kann. ja und wegen steuern+co… klar, da gibts tatsächlich fast alles schon online.

    aber wer bestimmt dann, wann eine eigenhändige unterschrift drauf muss oder nicht? wenn ich als unternehmer der meinung bin, mein beauftragter braucht seine honorarnote eh ned unterschreiben.. – dann sagt die steuer: ungültig.

  6. electrobabe schreibt:

    ich denke, verträge müssen unterschrieben werden, also mietverträge, geschäftsverträge etc. rechnungen müssen meines wissens eigentlich gar nicht unterschrieben werden, da kommt es auf die handhabung beim unternehmen an.

  7. Pingback: aufklärung der htu zu studi.gv.at « papierwahl.at

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