Die Qual mit der Briefwahl – reloaded

Wie selbstverständlich kommt jedesmal bei Wahlpannen von ein paar Seiten (meist ÖVP-Nähe) der Ruf nach E-Voting – und zwar von Leuten, die nicht weit genug denken.

Internetwahlen mit Online Banking zu vergleichen ist wie Postkarten mit WhatsApp: Bei dem einen wird die Stimme anonym über einen unsicheren Kanal ohne Kontrolle geschickt, bei dem anderen kommt eine Stimme authentifiziert, authorisiert und beidseitig geloggt an.

Egal wie man es anstellt (neuerdings ist Blockchain-Verschlüsselung in Diskussion neben anderen fancy Verschlüsselungsalgos), man kann bei Distanzwahlen grundlegende Wahlrechte nicht gewährleisten (ein Wähler gibt genau einmal seine Stimme persönlich und anonym ab etc).

Was man mit E-Voting besonders gut machen kann, ist das Wahlergebnis ohne Nachweis zu manipulieren, durch einen Bug oder absichtlich. Und man kann auch schön viel Geld damit machen (Stichwort Bürgerkarte).

Zudem find ich es ja besonders absurd, dass jener Wahlkommission, die mit ihrer jetzigen „Technologie“ (Kleber von Papierkuverts) schon Probleme hat, auch noch eine fehlerfreie Implementierung eines elektronischen Wahlsystems zuzutrauen! Und so ganz nebenbei: Es gibt keine fehlerfreie Software. Sorry!

Oder um es kurz zu machen: „E-Voting ist wie Briefwahl on Steroids“ (Zitat Helge Fahrnberger, ein weiser Mann).

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Weitere Infos unter:
Die Qual mit der Briefwahl
Was ist E-Voting? …und wo liegen die Probleme?

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