Systemfehler in Belgien bei EU-Wahl

Disketten-Belgien

Quelle: brf.be

Am 25.5. wurde emsig für das EU-Parlament abgestimmt und auch bei dieser Wahl (wie auch bereits bei den Vorwahlen) gab es weitere E-Voting-Pannen – dieses Mal in Belgien. Dort werden – wie auch in den USA – Wahlcomputer eingesetzt, die bereits aus Deutschland verbannt wurden.

Die fehlerhaften Wahlcomputer sind in 20 von 209 Kantonen eingesetzt worden. Es sind dabei 2.000 Wählerstimmen verloren gegangen. Das System wird von der Firma Stésud geliefert, die reuig den Fehler ausgebessert haben, aber weiter ihre Wahlcomputer verteidigen. [1]

„Es konnten in verschiedenen Kantonen die Disketten (sic!) nicht eingelesen werden, weil es ein Serverproblem beim Innenministerium in Brüssel gab.“ [..]

Auf den Disketten sind die Wählerstimmen aus den verschiedenen Wahllokalen gespeichert. Sie wurden von den Wahlbüro-Leitern nach Eupen und St. Vith gebracht und sollen dort addiert werden. [..]

Rolf Lennertz bezeichnete die Situation im BRF-Interview als “Super-GAU”“ [2]

Kommer Kleijn, Sprecher von VoorEVA.be, einer belgischen Organization „für eine Ethik der Wahlautomatisierung“, nannte die Probleme „eine Katastrophe“, da der Wähler sein Ergebnis im vorliegenden System nicht verifizieren könne. [3]

1 BRF online Stésud will an Wahl per Computer festhalten
2 BRF online Vorerst keine Ergebnisse – Lennertz: “Super-GAU”
3 PC World Software bug disrupts e-vote count in Belgian election

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