e-voting: „skepsis seitens der SPÖ“

in der futurezone erschien heute ein artikel über die gestrige diskussion im rahmen des „forum parlament“, einer diskussionsveranstaltung des parlaments, leider nur für geladene gäste. eine davon war ich und empfand die veranstaltung – wie ich bereits getwittert hab – „eine selbstbeweihräucherungs- / verkaufsveranstaltung zu e-voting“.

im artikel wurde allerdings in dem zusammenhang auf eine aussendung des SPÖ-Nationalratsabgeordneten Johann Maier verwiesen, in der er sagte:

„Es gibt kein Modell weltweit, das die These belegt, dass durch E-Voting die Wahlbeteiligung steigt. [..] Wenn die ÖVP hier Druck zu machen versucht, kann man dieser Form der Stimmabgabe trotzdem keine Zustimmung geben – aus verfassungsrechtlichen Gründen, aus datenschutzrechtlichen Gründen und weil deshalb auch nicht mehr Menschen zur Stimmabgabe bewegt werden können.“

spekulationen um apples nächsten coup laufen ja schon, vielleicht sind es ja wahlmaschinen? ;)


c by axb500

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2 Antworten zu e-voting: „skepsis seitens der SPÖ“

  1. gernim schreibt:

    Es gibt einige Modelle die zeigen, dass e-voting die Wahlbeteiligung erhöht, davon wurde bei dieser Veranstaltung ja auch gesprochen.

    Wenn Johann Maier in seiner Aussendung sagt: „Solange es keine 100-prozentige Sicherheit gibt, ist aus datenschutzrechtlichen Gründen der Einsatz von Wahlcomputern abzulehnen“, zeigt das nur, dass sich die SPÖ mit diesem Thema überhaupt nicht auseinander gesetzt hat. Es geht hier nämlich nicht um den Einsatz von Wahlcomputern, sonder um das Wählen per Internet.

    Wenn auch nur ein(e) einzige(r) SPÖ-Abgeordnete(r) an dieser Parlamentsveranstaltung teilgenommen hätte, wüsste die SPÖ das vielleich.

  2. electrobabe schreibt:

    es wurde bei der veranstaltung aber auch gesagt, dass es nur zu einer mittelfristigen erhöhung der wahlbeteiligung in der schweiz kam. dann ging sie wieder zurück.
    studien aus schweden wie auch aus england zeigen, dass es dort zu keiner steigerung kam. es ist also nicht eindeutig bewiesen, dass es zu einer erhöhung der wahlbeteiligung kommen würde.

    selbes gilt für das argument der kosteneinsparung, da es hier ebenfalls studien aus belgien und england gibt, die zeigen, dass eine e-voting-stimme deutlich teurer ist, als bei der herkömmlichen stimmabgabe.

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