Oktober 24, 2010
Vor zwei Jahren habe ich zusammen mit Peter Purgathofer papierwahl.at als erste und bis jetzt einzige E-Voting-Gegenbewegung in Österreich gegründet. Seitdem hat sich einiges getan. Einige Autoren sind dazu gekommen, andere haben sich verabschiedet. Hier mit möchte ich mich bei allen Beteiligten und bei allen Unterstützern bedanken!
Wir haben die letzten zwei Jahre viel politisches Hickhack in Österreich zum Thema E-Voting erlebt, etwa den Aufstieg und Fall von Ex-Minister Hahn, der um jeden Preis E-Voting für die ÖH-Wahlen umsetzen wollte. E-Voting hat in Österreich wie auch im benachbarten Deutschland (Stichwort Wahlcomputer-Einspruch) versagt, dennoch werden elektronische Wahlen weiterhin in Betracht gezogen – womit papierwahl.at weiterhin gefordert bleibt.
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Übrigens: Unsere Facebook-Gruppe sucht noch Verstärkung.

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Verfasst von electrobabe
September 25, 2009
Peter Purgathofer, Mitbegründer von papierwahl.at, schrieb folgenden Beitrag auf soup.io:
wow. ich bin baff.
man stelle sich vor: da bauen die beim amerikanischen voting-equipment hersteller sequoia ein e-voting-gerät, das keinen code aus dem RAM laufen kann, um zu verhindern, dass die maschine gepwnd [1] wird. das klingt nach einer ausgezeichneten sicherheitsmaßnahme, oder?
im sequoia AVC advantage, einem kleinen, feinen, rund 10 jahre alten e-voting-gerät, ist dafür extra hardware eingebaut, die verhindert, dass code aus dem RAM ausgeführt werden kann. das sollte reichen, oder? wie in aller welt kann man da noch manipulieren?
doch wieder einmal zeigt sich, dass mit ausreichend kreativer intelligenz jede noch so sicher scheinende maßnahme geknackt werden kann:
schritt 1: analysiere den code im ROM, und finde alle “return”-statements am ende von subroutines. diese springen bekanntlich an die adresse, die im stack ganz obenauf liegt.
schritt 2: schau dir an, was die letzten paar instruktionen vor den “return”-statements machen.
schritt 3: konstruiere die malware, indem du sie aus kombiniationen von kleinen codeblöcken aus diesen letzten paar instruktionen vor dem return zusammenbaust.
schritt 4: konstruiere einen stack mit return-adressen, die dafür sorgen, dass der prozessor der reihe nach die blöcke von instruktionen vor dem return abarbeitet. mit jedem erreichen eines “return”-statements wird der nächste code-block angesprungen.
schritt 5: finde eine buffer-overflow-vulnerability und nutze sie, um den stack mit diesem satz an adressen zu füllen.
im konkreten fall ist es gelungen, eine vote stealing software zu konstruieren, die die maschine ganz normal erscheinen lässt, die wahl jedoch entsprechend eines voreingestellten ergebnisses fäscht.
die ironie der sache: einige amerikanische bundesstaaten haben ihre sequoia AVC advantage verkauft (die dinger sind 10 jahre alt) – was auch die basis zur entwicklung dieses hacks war – anderer bundesstaaten verwenden das gerät nach wie vor…
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Verfasst von electrobabe
August 27, 2009
In dem Artikel in der Futurezone, in dem papierwahl.at und seine Gründer Barbara Ondrisek und Peter Purgathofer namentlich als Kritiker erwähnt werden, wird die parlamentarische Anfrage der Grünen zitiert, wonach Wissenschaftsminister Johannes Hahn die aufgeschlüsselten Kosten des Einsatzes von E-Voting bei den ÖH-Wahlen nannte.
- Die von Scytl verschenkte E-Voting-Software: 66.000 €
- Zertifizierung der Wahlsoftware durch A-SIT: 54.837,72 €
- Die kostenlos an die Studierenden abgegebenen Kartenlesegeräte 104.847,89 €
- Webseite studi.gv.at: 14.488,13 €
- Werbung: 245.000 € + 173.608,92 € + 88.852 €
- Evaluierung: 50.000 €
- Meinungsforschung: 47.800 € + 13.980 € + 12.240 €
== rund 871.655 €
Ob und wo die Beratungskosten von Robert Krimmer (e-voting.cc) und Thomas Grechenig mit Gerald Fischer etc. (technische Beratung seitens des Instituts INSO) einfließen, ist unklar. Ebenso sind die Personalkosten des BRZ etc. für die Durchführung der Wahl nicht explizit aufgelistet.
Hardwarekosten fehlen ebenfalls. Es wird in der Anfragebeantwortung erwähnt, dass “technische Komponenten (Server, Laptops, etc.) angeschafft” wurden, “Die Höhe der Kosten ist [..] nicht im Einzelnen quantifizierbar.”
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Somit dürfte Hans Zeger, Obmann der ARGE Daten, mit seiner Schätzung im Mai 2009 von zwei Millionen Euro wohl recht behalten.
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Die hohen Kosten wurden ebenfalls in dem ZIB-Beitrag vom 26.08.2009 erwähnt (ca. ab Minute 14).
Nachtrag: Hier der diePresse.com-Beitrag zum selben Thema.
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Verfasst von electrobabe
Juni 19, 2009
Achtung: Das Event hat sich um zwei Wochen verschoben!
Kommenden Montag, den 6.7., gibt es E-Voting Spezial auf WALjournal LIVE mit Peter Purgathofer (TU Wien) und Constanze Kurz (Chaos Computer Club Berlin). Die Online-Diskussion kann via Video mitverfolgt werden. Zur Interaktion bei der Diskussion mittels Twitter, Chat, Email und Telefon wird explizit aufgefordert.

“eVoting: Wissen Sie, was in einem Wahlcomputer wirklich passiert?”
WALjournal LIVE
Montag, 22. Juni 6.Juli 2009
17:30 – 18:15 Uhr
Talkgäste
Dr. Peter Purgathofer (TU Wien, papierwahl.at)
Constanze Kurz (Humbolt Universität Berlin, ccc.de)- LIVE-Zuschaltung aus Berlin)
Moderation: Dieter Zirnig
Wahlbeobachter: Dominik Leitner
» Mehr Informationen
» Facebook Event
Diskutieren Sie mit – LIVE-Interaktion
Twitter | Chat | E-Mail | Telefon
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Ein kleines Video mit der Vorstellung vom WALjournal ist auch zu finden (via netwatcher24):
WALjournal. Das Journal zur Wahl: Vorstellung und Konzept
WALjournal. Das Journal zur Wahl: Vorstellung und Konzept from Netwatcher24 on Vimeo.
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Verfasst von electrobabe
Mai 22, 2009
Die aktuelle netwatcher-Sendung vom 22.5.200 auf Radio ORANGE 94.0 setzt sich unter anderem wieder mit E-Voting auseinander. Titel der Sendung: “Live von der E-Voting Wahlbeobachtung d. ÖH Wahl 09 & neues von den Tierschützern wg. § 278″.
Berichtet wird von der Pressekonferenz am Montag 18.5.2009 im BRZ. Zu hören sind unter anderem Robert Krimmer und Bundeswahlleiter Bernhard Varga, interessante Fragen der Presse und Pannen. Peter Purgathofer hat das Schlusswort am Ende der Sendung.
Dabei wird auch auf die von Moderator Manfred Krejcik geführte Webseite http://www.internetwahlen.at verwiesen, wo Bilder von der Konferenz zu sehen sind.
Hier die Sendung als MP3 oder als Stream. Der E-Voting-Part der Sendung ist ab ca. 15:50 zu hören.

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Verfasst von electrobabe
Mai 13, 2009
Bei FM4 gab es heute einen Beitrag zu E-Voting bei den ÖH-Wahlen 2009. Es werden nochmal ein paar News der vergangenen Wochen angesprochen und grundsätzliche Bedenken zusammengefasst:
Bei der elektronischen Abstimmung fällt die Überprüfbarkeit demokratischer Standards weg. Selbst Programmierer unter den Wahlbeobachtern können nicht mehr wirklich feststellen, ob da alles seine Richtigkeit hat.
[...]
Das in der Verfassung verankerte “gleiche, unmittelbare, geheime und persönliche Wahlrecht” kann der Staat – anders als in der Wahlkabine – zu Hause nicht garantieren.
FM4 stellte übrigens die vergangenen Tage auch die jeweiligen Spitzenkandidaten der einzelnen ÖH-Fraktionen vor.
Die futurezone liefert auch einen umfassenderen Artikel ab, in dem papierwahl.at erwähnt ist (im Zusammenhang mir der Sourcecode-Analyse im BRZ letzten Freitag):
E-Voting-Skeptiker, unter anderen die Wissenschaftler Peter Purgathofer und Barbara Ondrisek, die das Weblog Papierwahl.at mitbetreiben, hatten im Vorfeld der Einsichtnahme scharf kritisiert, dass die Zeit nicht ausreiche, um sich mit dem umfangreichen Code der Closed-Source-Software des spanischen Herstellers Scytl wirklich vertraut zu machen.
Robert Krimmer, Berater des Wissenschaftsministeriums in Sachen E-Voting, sah das natürlich weitaus weniger kritisch, denn “[v]orerst sei dem Gesetz aber genüge getan, die Prüfung sei reibungslos abgelaufen.”
Das E-Voting-Projekt steht jetzt kurz bevor und lässt sich nun nicht mehr stoppen und wird demnach nächste Woche wie geplant durchgeführt. Es sei denn, die Technik versagt im großen Stile:
Bei Störungen kann er die E-Wahlperiode am letzten Tag, dem 22. Mai, notfalls um sechs Stunden bis 24.00 Uhr verlängern. Sollte es zu größeren Ausfällen kommen, müssen alle E-Wähler notfalls zur herkömmlichen Papierwahl gerufen werden.
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Verfasst von marc
Mai 12, 2009
Die Österreichische Computer Gesellschaft lädt zum 38. Competence Circle am 19. Mai 2009 ab 18:00 ein.
Ort: Boecklsaal der TU Wien Karlsplatz 13, 1. Stock
Das Thema des Abends: e-Voting – Chance oder Gefahr für die Demokratie
Begrüßung und Moderation: Vizerektorin Univ.Prof.^in Dr.^in Gabriele Kotsis, Johannes Kepler Universität
Es diskutieren:
Karl Korinek, Past – Präsident Verfassungsgerichtshof
Alexander Prosser, WU – Wien, Department of Production Management
Peter Purgathofer, TU Wien, IGW – Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung, Arbeitsbereich HCI
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Anlage oder im Web unter
http://www.ocg.at/events/cc/cc38.html
Einladung als PDF

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Verfasst von electrobabe
Mai 4, 2009
Eine Aufzeichnung der letzten Podiumsdiskussion mit Peter Purgathofer, Gerda Marx, Robert Krimmer und anderen ist auf okto.tv zu finden.
E-Voting: Wie sicher ist die Cyberdemokratie?
vom Mittwoch 25.März 2009
Organisation: Gras
Bei den ÖH Wahlen im Mai 2009 soll zum ersten Mal in Österreich E-Voting zum Einsatz kommen. Laut Wissenschaftsministerium verspricht die Wahl via Internet eine höhere Wahlbeteiligung und Erleichterungen für die StudentInnen. Die GegnerInnen hingegen sehen in E-Voting eine Gefahr für die Demokratie und einen Angriff auf das freie und geheime Wahlrecht. Wo liegen nun wirklich die Vor- und Nachteile von E-Voting? Was sind die Unterschiede zur Papierwahl? Kann deine Stimme verloren gehen oder manipuliert werden? Und werden wir in Österreich in Zukunft bei allen Wahlen e-voten?
Es diskutierten:
Gerda Marx: Institut für Staats- und Verwaltungsrecht, ehemalige ÖH-Wahlkommissionsvorsitzende an der Uni Wien
Peter Purgathofer: Fakultät für Informatik, TU Wien, Gründer der Initiative papierwahl.at
Robert Krimmer: Direktor von E-Voting.cc – verantwortlich für die Durchführung von E-Voting bei den ÖH-Wahlen
Silvia Fuhrmann: NR-Abgeordnete und Bundesobfrau der Jungen ÖVP
Sigrid Maurer: Studierendenvertreterin, GRAS
Moderation: Ingrid Brodnig, Falter
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Video online 120min (Klick aufs Vorschaubild öffnet das Video in neuem Fenster)

[via peterpur]
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Verfasst von electrobabe
April 3, 2009
Pünktlich zum Wochenende gibt es nochmal eine ganze Reihe an aktuellen Podcasts zum Thema Wahlcomputer und E-Voting.
* Auf das aktuelle Chaosradio Express wurde vorhin schon hingewiesen.
zum Download
* Von dem Februar q/talk “Kann eVoting die Wahlzelle ersetzen?” mit Barbara Ondrisek gibt es jetzt auch den Komplettmitschnitt als eine Datei.
zum Download
* Der aktuelle q/talk vom 31. März beschäftigte sich auch wieder mit dem Thema elektronische Wahlen. Titel: “Die Glaubwürdigkeitsfalle – zu faul zur Wahl“. Mitdiskutiert hat unter anderem Peter Purgathofer.
zum Download
* Am 25. März gab es unter dem Titel: “E-Voting: Wie sicher ist die Cyberdemokratie?” eine Podiumsdiskussion der GRAS. Peter Purgathofer war auch hier (neben anderen) geladen um mit zu diskutieren.
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Verfasst von marc
März 28, 2009
Am 30. März gibt es im Rahmen des Montagsgesprächs der Zeitung Standard eine Diskussion zum Thema E-Voting. Ab 19:30 im “Haus der Musik” in Wien. papierwahl.at-Mitgründer Prof. Peter Purgathofer diskutiert mit Mag. Krimmer, Prof. Bernd-Christian Funk und Samir Al-Mobayyed, Aktionsgemeinschaft.
Nachtrag: Hier eine Zusammenfassung der Diskussion.

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Beim kommenden q/talk von q/uintessenz am 31. März wird zum Thema “Die Glaubwürdigkeitsfalle – zu faul zur Wahl” diskutiert. Eingeladen sind ebenfalls Peter Purgathofer, Sigrid Maurer, Grün Alternative StudentInnen, Michael Gissing, ÖH TU Graz, und Samir Al-Mobayyed, Aktionsgemeinschaft. Beim letzten q/talk hat Barbara Ondrisek mitgewirkt.
Einlass ist um 19:00, die Podiumsdiskussion fängt um 20:00 an, im Raum D / quartier21, QDK / Electric Avenue, MQ Wien.
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Eine weitere Podiumsdiskussion des Vereins der Absolvent/inn/en der Rechtswiss. Fakultät der Uni Wien findet am 22. April um 18.00 Uhr am Dach des Juridicum (Schottenbastei 10-16, 1010 Wien) zum Thema E-Voting statt. Peter Purgathofer diskutiert zusammen mit Heinrich Neisser, Robert Stein und Heinz Mayer. Minister Hahn soll angefragt worden sein.
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Der Republikanische Club lädt am 30. April ab 19:00 (Rockhgasse 1, 1010 Wien) ebenfalls zu einer Diskussion ein: “Eine Diskussion zur demokratiepolitisch fragwürdigen Entwicklung in Richtung eVoting, der Wahl über das Internet.” Georg Markus Kainz, quintessenz, Andrea Maria Dusl, Autorin und Filmemacherin, Gerda Marx, Staatsrecht an der Universität Wien, Hans Zeger, ARGE Daten und eine VertreterIn einer ÖH werden das Thema erörtern.
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Weitere Links zu dem Thema:
Rudolf Taschner, Mathematiker und Betreiber des math.space im Wiener MQ: “Fortschritt muss „E-“ nicht bedeuten – Ein Appell gegen das E-Voting“
Ex-VfGH-Chef Karl Korinek: “Experten: Faire Wahl wird ausgehöhlt“
Präsident des Verfassungsgerichtshofs (VfGH) Gerhart Holzinger: “Verfassungsrechtliche Zweifel an E-Voting“
Johannes Hahn: “Kritik an E-Voting lässt Hahn kalt“
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Verfasst von electrobabe