Oktober 24, 2010
Vor zwei Jahren habe ich zusammen mit Peter Purgathofer papierwahl.at als erste und bis jetzt einzige E-Voting-Gegenbewegung in Österreich gegründet. Seitdem hat sich einiges getan. Einige Autoren sind dazu gekommen, andere haben sich verabschiedet. Hier mit möchte ich mich bei allen Beteiligten und bei allen Unterstützern bedanken!
Wir haben die letzten zwei Jahre viel politisches Hickhack in Österreich zum Thema E-Voting erlebt, etwa den Aufstieg und Fall von Ex-Minister Hahn, der um jeden Preis E-Voting für die ÖH-Wahlen umsetzen wollte. E-Voting hat in Österreich wie auch im benachbarten Deutschland (Stichwort Wahlcomputer-Einspruch) versagt, dennoch werden elektronische Wahlen weiterhin in Betracht gezogen – womit papierwahl.at weiterhin gefordert bleibt.
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Übrigens: Unsere Facebook-Gruppe sucht noch Verstärkung.

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Verfasst von electrobabe
August 27, 2009
In dem Artikel in der Futurezone, in dem papierwahl.at und seine Gründer Barbara Ondrisek und Peter Purgathofer namentlich als Kritiker erwähnt werden, wird die parlamentarische Anfrage der Grünen zitiert, wonach Wissenschaftsminister Johannes Hahn die aufgeschlüsselten Kosten des Einsatzes von E-Voting bei den ÖH-Wahlen nannte.
- Die von Scytl verschenkte E-Voting-Software: 66.000 €
- Zertifizierung der Wahlsoftware durch A-SIT: 54.837,72 €
- Die kostenlos an die Studierenden abgegebenen Kartenlesegeräte 104.847,89 €
- Webseite studi.gv.at: 14.488,13 €
- Werbung: 245.000 € + 173.608,92 € + 88.852 €
- Evaluierung: 50.000 €
- Meinungsforschung: 47.800 € + 13.980 € + 12.240 €
== rund 871.655 €
Ob und wo die Beratungskosten von Robert Krimmer (e-voting.cc) und Thomas Grechenig mit Gerald Fischer etc. (technische Beratung seitens des Instituts INSO) einfließen, ist unklar. Ebenso sind die Personalkosten des BRZ etc. für die Durchführung der Wahl nicht explizit aufgelistet.
Hardwarekosten fehlen ebenfalls. Es wird in der Anfragebeantwortung erwähnt, dass “technische Komponenten (Server, Laptops, etc.) angeschafft” wurden, “Die Höhe der Kosten ist [..] nicht im Einzelnen quantifizierbar.”
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Somit dürfte Hans Zeger, Obmann der ARGE Daten, mit seiner Schätzung im Mai 2009 von zwei Millionen Euro wohl recht behalten.
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Die hohen Kosten wurden ebenfalls in dem ZIB-Beitrag vom 26.08.2009 erwähnt (ca. ab Minute 14).
Nachtrag: Hier der diePresse.com-Beitrag zum selben Thema.
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news, uni | Mit Tag(s) versehen: ARGE DATEN, ÖH-Wahen, Barbara Ondrisek, e-voting.cc, futurezone, Gerald Fischer, Hans Zeger, johannes hahn, Peter Purgathofer, Robert Krimmer, Scytl, Thomas Grechenig |
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Verfasst von electrobabe
Mai 13, 2009
Bei FM4 gab es heute einen Beitrag zu E-Voting bei den ÖH-Wahlen 2009. Es werden nochmal ein paar News der vergangenen Wochen angesprochen und grundsätzliche Bedenken zusammengefasst:
Bei der elektronischen Abstimmung fällt die Überprüfbarkeit demokratischer Standards weg. Selbst Programmierer unter den Wahlbeobachtern können nicht mehr wirklich feststellen, ob da alles seine Richtigkeit hat.
[...]
Das in der Verfassung verankerte “gleiche, unmittelbare, geheime und persönliche Wahlrecht” kann der Staat – anders als in der Wahlkabine – zu Hause nicht garantieren.
FM4 stellte übrigens die vergangenen Tage auch die jeweiligen Spitzenkandidaten der einzelnen ÖH-Fraktionen vor.
Die futurezone liefert auch einen umfassenderen Artikel ab, in dem papierwahl.at erwähnt ist (im Zusammenhang mir der Sourcecode-Analyse im BRZ letzten Freitag):
E-Voting-Skeptiker, unter anderen die Wissenschaftler Peter Purgathofer und Barbara Ondrisek, die das Weblog Papierwahl.at mitbetreiben, hatten im Vorfeld der Einsichtnahme scharf kritisiert, dass die Zeit nicht ausreiche, um sich mit dem umfangreichen Code der Closed-Source-Software des spanischen Herstellers Scytl wirklich vertraut zu machen.
Robert Krimmer, Berater des Wissenschaftsministeriums in Sachen E-Voting, sah das natürlich weitaus weniger kritisch, denn “[v]orerst sei dem Gesetz aber genüge getan, die Prüfung sei reibungslos abgelaufen.”
Das E-Voting-Projekt steht jetzt kurz bevor und lässt sich nun nicht mehr stoppen und wird demnach nächste Woche wie geplant durchgeführt. Es sei denn, die Technik versagt im großen Stile:
Bei Störungen kann er die E-Wahlperiode am letzten Tag, dem 22. Mai, notfalls um sechs Stunden bis 24.00 Uhr verlängern. Sollte es zu größeren Ausfällen kommen, müssen alle E-Wähler notfalls zur herkömmlichen Papierwahl gerufen werden.
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e-voting, internetwahlen, news, uni | Mit Tag(s) versehen: ÖH-Wahlen, Barbara Ondrisek, BMWF, brz, fm4, papierwahl.at, Peter Purgathofer, Robert Krimmer, Sourcecode-Analyse, SpitzenkandidatInnen |
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Verfasst von marc
Mai 10, 2009
papierwahl.at-Gründerin Barbara Ondrisek und Michael Gissing wurden vom Institut für Informatik von der Humboldt Universität in Berlin zu einem E-Voting-Workshop mit dem Titel “Black Box Enlightenment” eingeladen.

Neben den beiden Österreichern, die über die Entwicklung bei den ÖH-Wahlen und die Quelltext-Analyse berichteten, haben noch folgende E-Voting-Größen gesprochen:
Martin Fehndrich, wahlrecht.de
Rop Gonggrijp, wijvertrouwenstemcomputersniet.nl
Till Jäger, Rechtsexperte
Jörg Pohle, Informatiker und Mitarbeiter an der HU Berlin
Frank Rieger, CCC
Richard Sietmann, heise.de
Ulrich Wiesner, ulrichwiesner.de
Organisiert und geleitet hat Constanze Kurz.
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Hier sind die Folien von Barbara zum Thema “Sourcecode-Analyse des österreichischen E-Voting-Systems”:
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Der Workshop war in einem recht engen Kreis abgehalten und sehr spannend. Wenn sich so viele namhafte E-Voting-Kritiker zusammenfinden, kommt hoffentlich nur Gutes dabei heraus.
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Verfasst von electrobabe
April 16, 2009
[Dieser Beitrag ist auch auf electrobabe.at zu finden]
papierwahl.at-Gründerin Barbara Ondrisek veröffentlichte einen Beitrag für das wissenschaftliche Journal Informatik-Spektrum (Springer Verlag), der das Problem bei E-Voting und den Vorteil von Papierwahlen zusammenfasst:
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Risiken von E-Voting – Sicherheit und Probleme elektronischer Wahlen
Zeitschrift Informatik-Spektrum
Verlag Springer Berlin / Heidelberg
ISSN 0170-6012 (Print) 1432-122X (Online)
Kategorie HAUPTBEITRAG
DOI 10.1007/s00287-009-0341-x
Fachgebiete Informatik
SpringerLink Date Freitag, 3. April 2009
PDF (181,7 KB)
Zusammenfassung E-Voting ist ein sehr kontroverses Gebiet. Die Wahlbeteiligung nimmt kontinuierlich ab, weshalb einige Politiker meinen, ein Allheilmittel entdeckt zu haben: Internetwahlen als zusätzliche Wahlmethode. Obwohl IT-Experten und Datenschutzrechts-Spezialisten sich gegen elektronische Wahlen aussprechen, wird es in Österreich bei der kommenden Wahl der Österreichischen HochschülerInnenschaft im Frühling 2009 dennoch einen Echtwahlversuch mit Internetwahlen geben. Die Vorteile von E-Voting wie Erhöhung der Wahlbeteiligung durch zusätzliche Wahlkanäle und Kostenersparnis wurden allerdings durch Studien bereits entkräftet: Durch elektronische Verfahren seien vielmehr die Wahlrechtsgrundsätze gefährdet und die Transparenz des Wahlvorgangs ginge verloren, meinen Kritiker.

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PS. Danke Michaela Chiaki Ripplinger von communicate for you fürs Korrekturlesen!
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e-voting, news | Mit Tag(s) versehen: Barbara Ondrisek, e-voting, Fachgebiet Informatik, HAUPTBEITRAG, Informatik-Spektrum, journalpaper, Springer Verlag, SpringerLink, Zeitschriftenbeitrag |
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Verfasst von electrobabe
April 3, 2009
Pünktlich zum Wochenende gibt es nochmal eine ganze Reihe an aktuellen Podcasts zum Thema Wahlcomputer und E-Voting.
* Auf das aktuelle Chaosradio Express wurde vorhin schon hingewiesen.
zum Download
* Von dem Februar q/talk “Kann eVoting die Wahlzelle ersetzen?” mit Barbara Ondrisek gibt es jetzt auch den Komplettmitschnitt als eine Datei.
zum Download
* Der aktuelle q/talk vom 31. März beschäftigte sich auch wieder mit dem Thema elektronische Wahlen. Titel: “Die Glaubwürdigkeitsfalle – zu faul zur Wahl“. Mitdiskutiert hat unter anderem Peter Purgathofer.
zum Download
* Am 25. März gab es unter dem Titel: “E-Voting: Wie sicher ist die Cyberdemokratie?” eine Podiumsdiskussion der GRAS. Peter Purgathofer war auch hier (neben anderen) geladen um mit zu diskutieren.
zum Download
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Verfasst von marc
März 28, 2009
Am 30. März gibt es im Rahmen des Montagsgesprächs der Zeitung Standard eine Diskussion zum Thema E-Voting. Ab 19:30 im “Haus der Musik” in Wien. papierwahl.at-Mitgründer Prof. Peter Purgathofer diskutiert mit Mag. Krimmer, Prof. Bernd-Christian Funk und Samir Al-Mobayyed, Aktionsgemeinschaft.
Nachtrag: Hier eine Zusammenfassung der Diskussion.

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Beim kommenden q/talk von q/uintessenz am 31. März wird zum Thema “Die Glaubwürdigkeitsfalle – zu faul zur Wahl” diskutiert. Eingeladen sind ebenfalls Peter Purgathofer, Sigrid Maurer, Grün Alternative StudentInnen, Michael Gissing, ÖH TU Graz, und Samir Al-Mobayyed, Aktionsgemeinschaft. Beim letzten q/talk hat Barbara Ondrisek mitgewirkt.
Einlass ist um 19:00, die Podiumsdiskussion fängt um 20:00 an, im Raum D / quartier21, QDK / Electric Avenue, MQ Wien.
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Eine weitere Podiumsdiskussion des Vereins der Absolvent/inn/en der Rechtswiss. Fakultät der Uni Wien findet am 22. April um 18.00 Uhr am Dach des Juridicum (Schottenbastei 10-16, 1010 Wien) zum Thema E-Voting statt. Peter Purgathofer diskutiert zusammen mit Heinrich Neisser, Robert Stein und Heinz Mayer. Minister Hahn soll angefragt worden sein.
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Der Republikanische Club lädt am 30. April ab 19:00 (Rockhgasse 1, 1010 Wien) ebenfalls zu einer Diskussion ein: “Eine Diskussion zur demokratiepolitisch fragwürdigen Entwicklung in Richtung eVoting, der Wahl über das Internet.” Georg Markus Kainz, quintessenz, Andrea Maria Dusl, Autorin und Filmemacherin, Gerda Marx, Staatsrecht an der Universität Wien, Hans Zeger, ARGE Daten und eine VertreterIn einer ÖH werden das Thema erörtern.
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Weitere Links zu dem Thema:
Rudolf Taschner, Mathematiker und Betreiber des math.space im Wiener MQ: “Fortschritt muss „E-“ nicht bedeuten – Ein Appell gegen das E-Voting“
Ex-VfGH-Chef Karl Korinek: “Experten: Faire Wahl wird ausgehöhlt“
Präsident des Verfassungsgerichtshofs (VfGH) Gerhart Holzinger: “Verfassungsrechtliche Zweifel an E-Voting“
Johannes Hahn: “Kritik an E-Voting lässt Hahn kalt“
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Verfasst von electrobabe
März 6, 2009
Einzelsendung: Radio Netwatcher vom 6.3.2009 – q/talk, Di, 24.2., 20.00: “Kann eVoting die Wahlzelle ersetzen?” auf ORANGE 94.0
Gerda Marx Universität Wien, Staatsrecht, Barbara Ondrisek papierwahl.at und Robert Krimmer e-voting.cc haben im Rahmen der Podiumsdiskussion q/talk der q/uintessenz “Demokratie 2.0 oder wenn Wahlcomputer für uns wählen” über E-Voting debattiert. Moderiert hat Georg Markus Kainz. Die ersten 55 Minuten des Talks wurden im Rahmen dieses Beitrags ausgestrahlt. Die zweite Hälfte kommt im nächsten Beitrag von Radio Netwatcher.
Hier das MP3 oder als Stream vom Radiobeitrag zum Anhören (Barbara Ondrisek kommt ca ab der 18. Minute).
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Verfasst von electrobabe
März 2, 2009
Der heutige Beitrag von Digital.Leben auf dem Radiosender Ö1 befasst sich mit E-Voting:
Im Mai 2009 werden an den Universitäten die StudentenvertreterInnen neu gewählt. Nicht nur in abgeschirmten Wahlzellen, sondern auch vom Heimcomputer aus. Die Studenten, die einst 1848 auf die Barrikaden gestiegen sind, um für das allgemeine Wahlrecht zu kämpfen, sollen jetzt für die Österreicher das Verfahren der elektronischen Stimmabgabe über das Internet testen. Kritiker halten diese Art der Wahl für verfassungsrechtlich und demokratiepolitisch bedenklich, berichtet Mariann Unterluggauer.
Mariann hat neben Gerda Marx auch papierwahl.at-Gründerin Barbara Ondrisek für diesen Beitrag interviewt!
Als MP3, Podcast oder für iTunes. Ankündigung auch in der Futurezone.
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Verfasst von electrobabe
Februar 25, 2009
Facebook
Beim letzten q/talk von q/uintessenz am 24.2. zum Thema “Demokratie 2.0 oder wenn Wahlcomputer für uns wählen” (Event auf Facebook) im Wiener Museumsquartier haben Gerda Marx Universität Wien, Staatsrecht, Barbara Ondrisek papierwahl.at und Robert Krimmer e-voting.cc im Rahmen einer Podiumsdiskussion über E-Voting debattiert. Moderiert hat Georg Markus Kainz.
Die Veranstaltung war sehr gut besucht und es gab viele Publikumsfragen, wodurch auch die Dauer von zwei Stunden deutlich überzogen wurde. Für mich persönlich war es eine Premiere, da ich bisher zwar einige (wissenschaftliche) Vorträge und neuerdings auch Interviews gegeben habe, Diskussionen haben aber ein gewisses Überraschungselement, das sehr herausfordernd ist.
Es gibt Fotos, Audio- und Videomitschnitte, die aber noch überarbeitet werden müssen, daher erst in kurzer Zeit verfügbar sind. Ein Radiobeitrag wird demnächst als Spezialausgabe der Sendung Netwatcher in Wien auf Radio ORANGE 94.0 kommen. Hier ein Foto von den Zuschauern, andere Materialien folgen noch.

[via Netwatcher]
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q/uintessenz auf Facebook
hier übrigens eine Pro-E-Voting-Facebook-Gruppe:

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Verfasst von electrobabe