September 17, 2009
Die letzten Tage gab es auch international wieder ein paar interessante News zu E-Voting. Diese sollen hier nicht unerwähnt bleiben und werden deshalb kurz verlinkt.
USA
* Electronic voting challenged in Georgia
A case brought by election integrity advocates in Georgia claiming that unverifiable electronic voting, or E-voting, is unconstitutional could spell trouble for the controversial practice, as it heads to the Georgia Supreme Court for a ruling.
*Antitrust Concerns Swirl Around Sale of Diebold Voting Machines
Charles Schumer asked the Justice Department’s antitrust division on Monday to investigate the recent sale of Diebold’s voting machines division to a competitor, saying the deal raises anti-competitiveness concerns and has “adverse implications on how our country votes.
Ireland
* State seeks a buyer for vote machines that cost us €60m
WANTED — a buyer for thousands of useless electronic voting machines.
Bangladesh
* EC to pilot e-voting in local polls
The Election Commission is considering introduction of an electronic voting system in upcoming Dhaka City Corporation elections on an experimental basis.
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Verfasst von marc
September 4, 2009
Diebold, bei papierwahl.at auch schon des öfteren negativ aufgefallen, hat diese Woche Mittwoch sein für Wahlcomputer zuständiges Tochterunternehmen Premier Election Solutions an ES&S (Election Systems & Software) verkauft.
Für 5 Millionen Dollar erhält ES&S damit quasi das Monopol im US-Wahlcomputermarkt:
Even before the sale, ES&S was already the nation’s largest voting machine maker. Present in 43 states, ES&S systems were “utilized in counting approximately 50 percent of the votes in the last four major U.S. elections,” according to the company’s website. The company also created the statewide voter registration systems used in California, Maryland, Missouri, Nebraska and New Mexico.
With its acquisition of Premier, the second-largest voting machine maker, ES&S achieves a near monopoly on election gear in the country.
[Threat Level]
Die futurezone und heise fassen auch nochmal zusammen.
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Verfasst von marc
August 16, 2009
Der amerikanische Wahlcomputerhersteller Premier Election Solutions (früher Diebold) hat seine Software GEMS aktualisiert, wie das Wired.com Blog Threat Level berichtet.
In den Vorgängerversionen konnte es zu schwerwiegenden Fehlern kommen. Zum Beispiel gab es fehlerhafte und unvollständige Log-Dateien.
Diese und andere Sicherheitslücken sollen mit der aktuellen Version (GEMS 1.21.5) gefixed worden sein.
Laut IBeta, die sich die Software angeschaut haben, soll alles zufriedenstellend funktionieren. Ob die ganzen Versprechen gehalten werden können, wird sich zeigen. In dem Zusammenhang ruft Threat Level auch zu folgendem auf:
We’d encourage readers to look closely through the iBeta report on the Premier system, particularly Appendix E (.pdf), which lists problems encountered during the tests and the vendor’s responses to them.
Auch unklar ist, ob Geräte mit der Vorgängerversion ein kostenloses Update bekommen, oder ob die Software nochmal gekauft werden muss.
weitere Links:
IBeta’s report on the Premier system (.pdf)
EAC Test Plans
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Verfasst von marc
April 20, 2009
Mit der 2003 gegründeten und in Texas beheimateten Lobbygruppe Election Technology Council (ETC) und deren Publikationen konnte man schon früher Spaß haben. Im ETC sind die Top Vier der Hersteller von elektronischen Wahlsystemen vereint: ES&S, Sequoia, Premier (ehemals Diebold) und Hart Intercivic. Vor ein paar Tagen nun ein neuer Reißer: Open Source – Understanding its Application in the Voting Industry.
Die ETC kommt darin zu dem Schluss, dass die Offenlegung des Sourcecodes ein Sicherheitsrisiko für eine computerisierte Wahl wäre. So weit, so wenig überraschend – allerdings wird in dem Papier durchgehend das Konzept von Open Source und offengelegtem Quellcode durcheinandergebracht.
Dan Wallach, der im Department of Computer Science der Rice Universität in Houston arbeitet und bekannt für seine Mitarbeit am Diebold-Report von Aviel Rubin ist, hat nun eine lesenswerte Analyse des ETC-Papiers vorgelegt. (Wer Mister Wallach auch mal hören möchte, kann ein Interview mit ihm zum Thema Wahlcomputer als mp3 klicken.)
Wallach schreibt zu Beginn zwar etwas resigniert:
Sometimes, working on voting seems like running on a treadmill. Old disagreements need to be argued again and again. [1]
Aber es lohnt sich durchaus, seine Argumentation und auch die teilweise anregenden Kommentare zu lesen.
[1] Freedom to Tinker.

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Verfasst von 46halbe
April 14, 2009
Bei Wikileaks ist ein Dokument aufgetaucht, das die Benutzung jenen E-Voting-Systems erklärt, das im Mai bei den ÖH-Wahlen eingesetzt wird. Das Dokument „Leitfaden für das Wahladministrations-System“ stammt vom 27. Februar 2009, umfasst 67 Seiten (inklusive Abbildungen) und ist im Wesentlichen in zwei Teile gegliedert.
Im ersten Teil geht es um die Dokumentation für die Wahlunterkommissionen. Interessant hier ist zum Einen, dass es sich augenscheinlich um ein gemischtsprachiges (Deutsch und Englisch) Interface handelt. Warum es kein einheitliches, idealerweise deutschsprachiges Interface gibt, wird nicht erklärt. Andererseits ist auch eine Funktion vorgesehen, mit der man Daten von einzelnen Studierenden löschen kann („clear lower part of screen“).
Dass Löschfunktionen selbst ohne böswillige Absichten heikel sind, konnte man vor kurzem erst in den USA sehen.
Der zweite Teil Dokumentation für die Vorsitzenden der Wahlkommission bei den Hochschülerinnen- und Hochschülerschaften an den Universitäten beschreibt die Initialisierung, wie die Wahlen vorbereitet, durchgeführt und die Stimmen ausgezählt werden. Wobei hier bereits vorgesehen ist, auch die Papierwahl gleich mit in das System zu integrieren. Die abschließende Auszählung soll gänzlich elektronisch passieren.
Bei Urgenz fasst man das folgendermaßen zusammen:
Dieser Einblick, der nur die „Schnittstelle” zwischen Mensch und Maschine zeigt, macht eines sehr deutlich: e-Voting verfolgt nicht das Ziel bloß eine ergänzende Wahlmöglichkeit zu sein. Die Anzahl der Vorgänge, die die digitale Plattform bereits jetzt kontrolliert zeigt, dass sie sich zum allumfassenden Wahlprozess entwickeln will.
Update: 16.04.2009
Robert Krimmer hat sich nun auch gegenüber der APA dazu geäußert. Nachlesen kann man das unter anderem im Standard:
Krimmer spricht gegenüber der APA von „Analysen, die jemand zieht, der sich damit nicht auskennt“. So sei etwa die Funktion „clear lower part of screen“ nicht viel anderes, „als ein neues Browser-Fenster zu öffnen“. Das digitale Wählerverzeichnis habe es schon bisher an manchen Unis gegeben und es könne jederzeit durch Papier ersetzt werden.
Durch die Veröffentlichung des Handbuchs sieht er das E-Voting keineswegs bedroht, wie auf der Seite angedeutet wird. „Es war nicht ‘vertraulich’ in diesem Sinn. Es war nur als Information gedacht, wie das E-Voting-System funktioniert.“
Links:
Wikileaks: „Austrian University E-voting draft, 27 Feb 2009„
Dokument: „Leitfaden für das Wahladministrations-System“ (.pdf)
Zusammenfassung: bei Urgenz
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Verfasst von marc
März 23, 2009
Letzte Woche gab es gleich zwei größere Meldungen aus den USA zu der Unzuverlässigkeit und Unsicherheit von Wahlcomputern.
Die erste Meldung kommt von techdirt. Im US-Bundesstaat Kentucky kam es demnach zu Manipulationen:
The details suggest that there were two parts to the vote changing. First, there was traditional vote buying — where they paid people to vote in a certain way. However, the second involved actually changing voters’ votes on ES&S e-voting machines.
It didn’t involve any hacking or direct security flaws — but the elections officials made use of the confusing user interface and process of the e-voting machines to trick voters into leaving before their votes had been cast.
Man hat also die verwirrende Nutzeroberfläche der Wahlcomputer ausgenutzt, um die Wähler in dem Glauben zu lassen, sie hätten ihre Stimme bereits abgegeben.
[via netzpolitik] Auch auf heise.de „Erster dokumentierter Fall von E-Voting-Betrug„
.
Die zweite Meldung dreht sich um den Fall Premier Elections Soultions (Diebold), wo fehlerhafte Audit-Longs bemängelt werden. Dazu fand vergangene Woche eine Anhörung statt, wie das Wired-Blog Threat Level berichtet:
Premier Election Solutions (formerly Diebold Election Systems) admitted in a state hearing Tuesday that the audit logs produced by its tabulation software miss significant events, including the act of someone deleting votes on election day.
The company acknowledged that the problem exists with every version of its tabulation software.
Ein Video von der Anhörung gibt es auch, inklusive ein paar kurzer Highlights, die in schriftlicher Form festgehalten wurden.
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Verfasst von marc
März 8, 2009
Wie Wired und Slashdot berichten, wurde ein Bericht veröffentlicht (.pdf), der untersucht, warum einige Wahlcomputer der Firma Premier Election Solutions (ehemals Diebold) letzten November in Humboldt County (Kalifornien/USA) Stimmen verloren haben.
In der damals eingesetzten Softwareversion gab es einen Fehler der Stimmen verschwinden ließ. Dieser Fehler war Premier Election Solutions seit spätestens Oktober 2004 bekannt:
The company, however, did not notify the Election Assistance Commission (EAC), the National Association of State Election Directors (NASED) or the California Secretary of State. Instead, the company sent a vague email to elections officials in the 11 California counties using GEMS version 1.18.19 with the Central Count Server at the time. [...] The email [...] advised the county officials to create and immediately delete an empty Deck before scanning any real ballots, but did not explain why this new procedure was necessary.
Der Bericht enthält aber auch noch ein weiteres interessantes Detail. So hat es bei einigen Softwareversionen einen ‘Clear Button’ zur Löschung des Audit Logs (Aufzeichnungen über systemkritische Vorgänge) im System gegeben:
The Clear buttons [...] allow inadvertent or malicious destruction of critical audit trail records in all Gems version 1.18.19 jurisdictions, risking the accuracy and integrity of elections conducted using this voting system. Five years after the company recognized the need to remove the Clear buttons from the GEMS audit log screens, not only [...] Counties in California but jurisdictions in other parts of the country [...] continue to use Gems version 1.18.19…
Die Schaltfläche zum Löschen ist zudem neben dem „Print“ und „Save As“ Button angeordnet, so dass es kürzlich in Kalifornien auch zu einem versehentlichen Löschen des Audit Logs kam. Premier Election Solutions hat in diesem Zusammenhang offensichtlich nicht daran gedacht, eine Warnung anzuzeigen, bevor die Löschung durchgeführt wird. In aktuellen Softwareversionen wurde zwar der ‘Clear Button’ wieder entfernt, doch ist es nicht angedacht, die betroffenen alten Versionen zu upgraden.
Adding a Clear button is easy, but there are too many reasons why doing that is a bad idea.

Picture: blog.wired.com
-> Humboldt Report to EAC (.pdf)
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[via bendrath]
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Verfasst von marc
Dezember 14, 2008
Die Dayton Daily News berichtet, dass die in Montgomery County (Ohio/USA) eingesetzten Wahlcomputer abgegebene Stimmen nicht gezählt haben:
Earlier this year [1] Montgomery and Butler counties discovered during the March primary that some votes did not properly upload to tabulation servers, but the problem was noted as an error so it was caught during counting.
The difference with the latest problem is the five lost votes would not have been discovered had the special audit not been performed, Harsman said.
„There is currently no checks and balances in the system to ensure that this didn’t happen,“ Harsman said.
He said the memory card contained the votes, but it wasn’t until it was put back into the original voting machine that is re-synced and the 5 missing votes appeared. There is no circumstance during a typical count where a memory card would be put back into the original voting machine, Harsman said.
Damit die fehlenden Stimmen also wieder sichtbar wurden, musste man die Speicherkarte erst nochmals in den Wahlcomputer stecken, was im Regelfall nach der Wahl natürlich nicht mehr passiert. Geschieht das nicht, sind die Stimmen quasi verschwunden und tauchen in der Datenbank, wo die Stimmen zusammengezählt werden, nicht auf.
Bei dem Gerät handelt es sich um ein Modell von Premier Election Solutons (ehemals Diebold), die schon in der Vergangenheit des öfteren negativ durch Fehlverhalten ihrer Geräte aufgefallen sind.
Erste Konsequenz ist, dass am Montag in Trotwood, wo das Problem auftrat, nochmal per Hand nachgezählt wird. Wahlcomputergegner fordern weitreichendere Maßnahmen:
„It validates the concerns people have expressed about these machines,“ said Ellis Jacobs, senior attorney for Advocates for Basic Legal Equality. „If the machines aren’t reliable then they shouldn’t be used.“
[daytondailynews.com]
[via heise]
—
[1] heise.de: Ungezählte Stimmen: Wahlmaschinenhersteller gibt Fehler zu
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Verfasst von marc
November 16, 2008
Die meiste Literatur, die zum Thema elektronische Wahlen zu finden ist, gründet in den USA, da es hier schon weit früher als im europäischen Raum zum Einsatz von Wahlautomaten wie Hebelmaschinen oder Wahlcomputern kam. Hier eine Liste von hervorragenden Büchern, die sich mit E-Voting auseinander setzten:
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Barbara Ondrisek: Sicherheit elektronischer Wahlen: Eine Methode zur Bewertung und Optimierung der Sicherheit von E-Voting-Systemen Das einzige deutschsprachige Buch, das sich mit E-Voting und dessen Problemen beschäftigt. Es gibt eine gute Einführung in die Thematik und dient als Sammelwerk von Sicherheitsrisiken elektronischer Wahlen. Es wird ebenfalls die These bestätigt, dass elektronische Wahlen nie vollkommen sicher sein können. auf amazon |
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Aviel Rubin: Brave New Ballot: The Battle to Safeguard Democracy in the Age of Electronic Voting Prof. Rubin beschreibt im Prosa-Stil seinen Weg von der Entdeckung und Analyse des Diebold Sourcecodes bis hin zu Wahlbeobachtungen und politischen Auswirkungen seiner kritischen Arbeit am Wahlmaschinen. auf amazon |
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Spencer Overton: Stealing Democracy: The New Politics of Voter Suppression Eine ausgezeichnete Übersicht über verschiedenste Mängel und Risiken bei US-amerikanischen Wahlen. E-Voting wird zwar auch behandelt, allerdings stehen allgemeine Probleme von Wahlen und generelle Manipulationsmöglichkeiten wie etwa Wahlkreismanipulationen oder politische Einflüsse zur Diskussion. auf amazon |
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Roy G. Saltman: The History and Politics of Voting Technology: In Quest of Integrity and Public Confidence Dieses Buch gibt eine gute Übersicht über Zahlen und Fakten zu Wahlgerätschaften in den USA, angefangen von Hebelmaschinen, über optische Scanner, bis hin zu DRE-Wahlcomputern. auf amazon |
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Marcia Lausen: Design for democracy Das Buch im ungewöhnlichen Querformat zeigt Beispiele schlechter Usability bei Papierwahlen wie auch elektronischen Wahlen mit Fokus auf die USA. auf amazon |
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R. Michael Alvarez, Thad E. Hall, Susan D. Hyde (Hrg.): Election Fraud: Detecting and Deterring Electoral Manipulation (Brookings Series on Election Administration and Reform) Eine Sammlung von wissenschaftlichen und semi-wissenschaftlichen Beiträgen zu Wahlbetrug mit starkem Bezug auf die USA. auf amazon |
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Paul S. Herrnson: Voting Technology: The Not-so-simple Act of Casting a Ballot Eine Beschreibung der Durchführung und der Ergebnisse von Usability-Studien zu gängigen Wahlcomputern und Auditverfahren in den USA. auf amazon |
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Dimitris Gritzalis (Hrg.): Secure Electronic Voting (Advances in Information Security) Ein leider sehr teures Buch, das eine Sammlung von wissenschaftlichen Beiträgen zu E-Voting bzw. zu Sicherheit elektronischer Wahlen enthält. auf amazon |
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news | Mit Tag(s) versehen: aviel rubin, Barbara Ondrisek, buch, buchempfehlungen, Dimitris Gritzalis, Marcia Lausen, Paul S. Herrnson, R. Michael Alvarez, Roy G. Saltman, Spencer Overton, Susan D. Hyde, Thad E. Hall |
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Verfasst von electrobabe
November 6, 2008
Lange Schlangen vor den Wahllokalen, ausfallende Wahlmaschinen und überforderte, schlecht eingeschulte Mitarbeiter der Wahlkommission waren die häufigsten Probleme, über die amerikanische Wähler und Wählerinnen klagten.
Wie bereits berichtet, war die falsche Ausrichtung der Touchscreens bei DRE (Direct Recording Electronic) Wahlmaschinen ebenfalls ein großes Problem:
Dan Wallach, Computerwissenschaftler an der Rice University, sieht [..] besonders viele Fehlerquellen: „Da kann so viel schief gehen, dass es schon erstaunlich ist.“ Um die Geräte einzustellen, müssten bis zu 20 Punkte auf dem Bildschirm angeklickt werden, um eine Deckungsgleichheit zu erzielen. Diese Feinfühligkeit sei eine enorm große Fehlerquelle [taz.de].
Kim Zetter von Wired-Magazine schreibt in diesem Zusammenhang ihn ihrem „Threat Level“ Blog, dass, während ES&S Touchscreen Wahlmaschinen in West Virginia die Stimmen der Wähler änderten (sog. „vote flipping“), in West Virginia die Ministerin einem ES&S Vicepräsidenten den „Medallion Award“ verliehen hat.
Über eine versuchte Wahlkreismanipulation durch Ausschluss einer bestimmten Wählergruppe wegen falscher Informationen über das Wahltags-Datum (der Wahltag sollte verschoben worden sein) wurde ebenfalls berichtet.
John Gideon von VotersUnite.org hat auf Brad Friedmans Blog eine Liste mit weiteren aktuellen Berichten über Wahlmaschinen in den USA gesammelt.
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Im Vorfeld der Wahlen gab es bereits Probleme. Unglücklicherweise – für papierwahl.at – ist das Endergebnis der Präsidentschaftswahlen nicht besonders knapp ausgefallen, denn dann hätte es sicher einen lauteren Ruf nach Untersuchung der Geräte und Nachzählungen gegeben. Die Skepsis gegenüber den neuen Wahltechnologien bleibt bestehen (z.b. Angst vor der Wahlmaschine, Showdown für die Wahlmaschine), weitere Meldungen werden wahrscheinlich auch noch folgen, aber aie von manchen erwartete große Katastrophe ist ausgeblieben.
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Eine für Techniker eher amüsante Klage hat sich vor kurzem degen den Wahlmaschinenhersteller Diebold ergeben: Wahlmaschinen sollen Urheberrecht verletzen, wegen dem Einsatz der opensource Ghostscript PDF Processing Software.
Diebold soll demnach keine kommerzielle Lizenz für Ghostscript besitzen, sich aber auch nicht an die Bedingungen der GPL halten. [golem.de]
Eine GPL Lizenz ist zwar frei, aber eben nicht gratis.

[Bild Quelle: spiegel.de]
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Verfasst von electrobabe