Reaktionen auf Wahlcomputer-Hack in Indien

Mai 21, 2010

Wir hatten hier bereits den Hack der indischen Wahlcomputer gemeldet, aber die Reaktion darauf soll nun auch Erwähnung finden: Die BBC veröffentlicht einige Kommentare der indischen Wahlkommission. Die Argumente sind die bekannten, dass nämlich die Benutzung der 1,4 Millionen Wahlcomputer nur in geschützten Umgebungen erfolgt. Innentäter-Szenarien werden dabei ausgeblendet. Alok Shukla von der Indian Election Commission versichert:

It is not just the machine, but the overall administrative safeguards which we use that make it absolutely impossible for anybody to open the machine. [1]

Natürlich werden auch wieder die Siegel erwähnt, die Sicherheit garantieren würden. Wie sich die Reaktionen gleichen..

[1] US scientists ‘hack’ India electronic voting machines, Julian Siddle, BBC, 18. Mai 2010.

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Philippinen, again

Mai 11, 2010

Über die optischen Scan-Wahlsysteme auf den Philippinen hatten wir erst kürzlich berichtet. Mit dem preiswürdigen Untertitel To err is human but to really foul things up you need a computer hatte der Economist noch vor den Wahlen am 10. Mai einen lesenswerten Artikel über die Probleme mit den computerisierten Wahlen publiziert. Das Dilemma, das sich im Vorfeld der Stimmabgabe zeigte, wird darin treffend beschrieben:

Unfortunately, the country may be damned if it does and damned if it doesn’t. If the elections take place as planned, and the computerised system fails – ie, produces incredible or incomplete results – then the unsuccessful candidates are likely to complain either that the system was rigged to cheat them or that it was designed to fail so that the unpopular Mrs Arroyo could remain in office while the mess is sorted out. [1]

Die Wahlen sind nun vorbei, die papiernen Stimmzettel gescannt, das Ergebnis steht fest. Angesichts der Gewalt während der Abstimmung, die auch zu Toten führte, wurde wenig über die elektronischen Systeme berichtet. Bei der Huffington Post sind einige wenige Details zu finden. Der spätere Wahlsieger Benigno Aquino hatte in seinem Wahllokal technische Probleme:

Aquino himself was unable to immediately cast his ballot Monday after a vote-counting machine broke down in his precinct. [...] Elections Commissioner Rene Sarmiento warned there might be “some flaws and glitches.” [2]

Weniger als ein Prozent der Computer sollen technische Probleme bereitet haben, beteuert die Wahlkommission. Nun, überprüfen kann das natürlich keiner, sofern nicht noch eine Handauszählung durchgeführt wird.

[1] System error, The Economist.
[2] Aquino seen as favorite as Filipinos begin voting, The Huffington Post.
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Nachtrag: Beitrag zum Thema auch in der Futurezone Probleme mit Wahlmaschinen auf Philippinen


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