ÖH-Wahlen: fehlerhaftes Wahlverzeichnis

April 24, 2009

Die ÖH Uni Graz gibt in einer Pressemitteilung bekannt, dass das Wahlverzeichnis für die kommenden ÖH-Wahlen einige Fehler enthalten soll:

Zahlreiche Personen, darunter auch der Spitzenkandidat einer wahlwerbenden Gruppe, scheinen trotz aufrechter Zulassung zum Studium nicht im WählerInnenverzeichnis auf.
[...]
Zusätzlich sind einige Studierende laut WählerInnenverzeichnis für Studienrichtungen wahlberechtigt für die Sie nicht inskribiert sind oder es fehlen gültig inskribierte Studienrichtungen.

Um Probleme bei der Wahl zu vermeiden, fordert die ÖH alle Studierenden auf, Einsicht ins Wahlverzeichnis zu nehmen und gegebenenfalls Einspruch einzulegen. Das kann noch bis 30.04.2009 geschehen.

Auch die Futurzone berichtet in einem Artikel:

Die ÖH der Universität Graz hat gemeldet, bei Stichproben zahlreiche Fehler im Wahlverzeichnis zur ÖH-Wahl gefunden zu haben. Die Fehler seien auf das neue zentrale Wahlverzeichnis für das E-Voting-Projekt zurückzuführen, so ein Sprecher der ÖH. Das Wissenschaftsministerium weist darauf hin, dass Fehler auch früher vorgekommen seien. ÖH und Ministerium fordern die Studierenden dazu auf, ihre Daten zu überprüfen.


Irland entsorgt Nedap-Wahlcomputer

April 24, 2009

Einspruchsführer in Deutschland Ulrich Wiesner berichtet:

Nach Angaben des für die Wahlcomputer zuständigen Ministeriums für Umwelt, Denkmalschutz und kommunale Angelegenheiten werden die im Jahre 2003 angeschafften Wahlgeräte nicht länger gelagert und nun entsorgt. Die Republik Irland hatte die Maschinen für das gesamte Land angeschafft, dann aber nie verwendet. Nach öffentlicher Kritik an der mangelnden Transparenz und Überprüfbarkeit elektronischer Wahlen hatte die Regierung eine Kommission für Elektronische Wahlen eingesetzt, die sich schließlich gegen den Einsatz der Geräte aussprach. Die irischen Wahlcomputer sind mit den auch in den Niederlanden und Deutschland nicht mehr eingesetzten Geräten weitgehend baugleich.

Irland ist nach Deutschland und Finnland dieses Jahr nun ein weiteres europäisches Land, das sich gegen E-Voting entscheidet.

Nachtrag: Auch in der Futurezone


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