März 28, 2009
Am 30. März gibt es im Rahmen des Montagsgesprächs der Zeitung Standard eine Diskussion zum Thema E-Voting. Ab 19:30 im “Haus der Musik” in Wien. papierwahl.at-Mitgründer Prof. Peter Purgathofer diskutiert mit Mag. Krimmer, Prof. Bernd-Christian Funk und Samir Al-Mobayyed, Aktionsgemeinschaft.
Nachtrag: Hier eine Zusammenfassung der Diskussion.

.
Beim kommenden q/talk von q/uintessenz am 31. März wird zum Thema “Die Glaubwürdigkeitsfalle – zu faul zur Wahl” diskutiert. Eingeladen sind ebenfalls Peter Purgathofer, Sigrid Maurer, Grün Alternative StudentInnen, Michael Gissing, ÖH TU Graz, und Samir Al-Mobayyed, Aktionsgemeinschaft. Beim letzten q/talk hat Barbara Ondrisek mitgewirkt.
Einlass ist um 19:00, die Podiumsdiskussion fängt um 20:00 an, im Raum D / quartier21, QDK / Electric Avenue, MQ Wien.
.
Eine weitere Podiumsdiskussion des Vereins der Absolvent/inn/en der Rechtswiss. Fakultät der Uni Wien findet am 22. April um 18.00 Uhr am Dach des Juridicum (Schottenbastei 10-16, 1010 Wien) zum Thema E-Voting statt. Peter Purgathofer diskutiert zusammen mit Heinrich Neisser, Robert Stein und Heinz Mayer. Minister Hahn soll angefragt worden sein.
.
Der Republikanische Club lädt am 30. April ab 19:00 (Rockhgasse 1, 1010 Wien) ebenfalls zu einer Diskussion ein: “Eine Diskussion zur demokratiepolitisch fragwürdigen Entwicklung in Richtung eVoting, der Wahl über das Internet.” Georg Markus Kainz, quintessenz, Andrea Maria Dusl, Autorin und Filmemacherin, Gerda Marx, Staatsrecht an der Universität Wien, Hans Zeger, ARGE Daten und eine VertreterIn einer ÖH werden das Thema erörtern.
.
Weitere Links zu dem Thema:
Rudolf Taschner, Mathematiker und Betreiber des math.space im Wiener MQ: “Fortschritt muss „E-“ nicht bedeuten – Ein Appell gegen das E-Voting“
Ex-VfGH-Chef Karl Korinek: “Experten: Faire Wahl wird ausgehöhlt“
Präsident des Verfassungsgerichtshofs (VfGH) Gerhart Holzinger: “Verfassungsrechtliche Zweifel an E-Voting“
Johannes Hahn: “Kritik an E-Voting lässt Hahn kalt“
2 Kommentare |
konferenzen und veranstaltungen | Mit Tag(s) versehen: AktionsGemeinschaft, Andrea Maria Dusl, Barbara Ondrisek, Bernd-Christian Funk, Georg Markus Kainz, Gerda Marx, Gerhart Holzinger, GRAS, Grün Alternative StudentInnen, Hans Zeger, Heinrich Neisser, Heinz Mayer, johannes hahn, Karl Korinek, Michael Gissing, Minister Hahn, MQ WienVereins der Absolvent/inn/en der Rechtswiss. Fakultät der Uni Wien, Peter Purgathofer, Podiumsdiskussion, Prof. Funk, q/talk, quintessenz, Robert Krimmer, Robert Stein, Rudolf Taschner, Samir Al-Mobayyed, Sigrid Maurer |
Permalink
Verfasst von electrobabe
März 27, 2009
Die Zeitschrift mUNItion der ÖH Uni Graz hat mit der März-Ausgabe 2009 ein Special-Issue zu E-Voting herausgebracht:
E-Voting – Demokratiepolitische Büchse der Pandora?
Wie alle zwei Jahre werden wir heuer wieder zu den Urnen gebeten, um unsere Stimmen bei der ÖH-Wahl abzugeben. Erstmals soll dabei heuer auch die Wahl per Computer möglich sein. Ein Konzept, das in anderen Ländern großteils fehlgeschlagen ist, wird nun in Österreich an den Studierenden erprobt.

Hier die ganze Ausgabe als PDF (auch hier).
Kommentar schreiben » |
news | Mit Tag(s) versehen: ÖH-Uni-Graz, Öst, Österreichischen HochschülerInnenschaft, graz, mUNItion |
Permalink
Verfasst von electrobabe
März 23, 2009
Letzte Woche gab es gleich zwei größere Meldungen aus den USA zu der Unzuverlässigkeit und Unsicherheit von Wahlcomputern.
Die erste Meldung kommt von techdirt. Im US-Bundesstaat Kentucky kam es demnach zu Manipulationen:
The details suggest that there were two parts to the vote changing. First, there was traditional vote buying — where they paid people to vote in a certain way. However, the second involved actually changing voters’ votes on ES&S e-voting machines.
It didn’t involve any hacking or direct security flaws — but the elections officials made use of the confusing user interface and process of the e-voting machines to trick voters into leaving before their votes had been cast.
Man hat also die verwirrende Nutzeroberfläche der Wahlcomputer ausgenutzt, um die Wähler in dem Glauben zu lassen, sie hätten ihre Stimme bereits abgegeben.
[via netzpolitik] Auch auf heise.de “Erster dokumentierter Fall von E-Voting-Betrug“
.
Die zweite Meldung dreht sich um den Fall Premier Elections Soultions (Diebold), wo fehlerhafte Audit-Longs bemängelt werden. Dazu fand vergangene Woche eine Anhörung statt, wie das Wired-Blog Threat Level berichtet:
Premier Election Solutions (formerly Diebold Election Systems) admitted in a state hearing Tuesday that the audit logs produced by its tabulation software miss significant events, including the act of someone deleting votes on election day.
The company acknowledged that the problem exists with every version of its tabulation software.
Ein Video von der Anhörung gibt es auch, inklusive ein paar kurzer Highlights, die in schriftlicher Form festgehalten wurden.
3 Kommentare |
e-voting, news, wahlcomputer | Mit Tag(s) versehen: diebold, Diebold Election Systems, ES&S, Kentucky, Manipulation, netzpolitik, premier elections solutions, Premier Elections Soultions, sicherheit, Softwarefehler, techdirt, Unsicherheit, Unzuverlässigkeit, usa, wahlcomputer, Wired, zuverlässigkeit |
Permalink
Verfasst von marc
März 22, 2009
Unter dem Titel “Computerschrott” steht das Editorial der Heftnummer 7/2009 der c’t Magazin für Computer und Technik. Anlass ist das Urteil des deutschen Bundesverfassungsgerichtes, in dem die Verwendung von Wahlcomputern in Deutschland für verfassungswidrig erklärt wurde.
Wenn eine Sache besonders wichtig ist, betraut man damit mehrere Menschen, die ihre Arbeit gegenseitig kontrollieren, etwa im Cockpit eines Flugzeugs, bei Geldtransporten oder im Leitstand eines Kernkraftwerks. Genauso hält man es bei Wahlen, der Grundlage unserer Demokratie. Hier gilt das Vier-Augen-Prinzip. Wählerliste und Wahlurne sind immer unter Aufsicht, jeder Wahlvorgang wird schriftlich vermerkt, die Wahlhelfer schauen sich bei der Wahl und der anschließenden Auszählung gegenseitig auf die Finger.
[auf heise.de weiterlesen]

[Bild Quelle heise.de]
Kommentar schreiben » |
e-voting | Mit Tag(s) versehen: bundesverfassungsgericht, BVerfG, c't, deutschland, heise, heise.de, Urteil, verfassung, wahlcomputer |
Permalink
Verfasst von scolytus
März 20, 2009
Radiosendung: Radio Netwatcher vom 20.3.2009 – Kann eVoting die Wahlzelle ersetzen? (Teil2) auf Radio Orange 94.0
Nach der ersten Hälfte der Audio-Aufzeichnung der Podiumsdiskussion, ist nun die zweite Hälfte des q/talks als Stream oder MP3-Download verfügbar.
Weitere Diskussionen zum Thema E-Voting
Peter Purgathofer diskutiert:
Podiumsdiskussion der Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) am 25. März zum Thema E-Voting u.a. mit Dr. Gerda Marx. 20:00, NIG, Uni Wien.
Nächster q/talk am 31.März zum Thema “Demokratiepolitische Auswirkungen von eVoting”. Wahrscheinlich mit Dr. Alexander Prosser u.a.. 20:00, Raum D, quartier21, Electric Avenue, MQ Wien.
Podiumsdiskussion des Vereins der Absolvent/inn/en der Rechtswiss. Fakultät der Uni Wien am 22. April zum Thema E-Voting, zusammen mit Heinrich Neisser, Robert Stein und Heinz Mayer. Minister Hahn soll angefragt worden sein.
Kommentar schreiben » |
konferenzen und veranstaltungen, news | Mit Tag(s) versehen: Alexander Prosser, e-voting, eVoting, Gerda Marx, GRAS, Heinrich Neisser, Heinz Mayer, mp3, Peter Purgathofer, q/talk, Radio Netwatcher, Radio Orange, Robert Stein, Stream |
Permalink
Verfasst von electrobabe
März 19, 2009
Probleme bei den Testwahlen
Am Dienstag, 17.3.2009, wurden als Vorbereitung für die ÖH-Wahlen Testwahlen an der Montanuni Leoben und der Wirtschaftsuni Wien abgehalten. Laut einer Presseaussendung der HTU Graz kam es dabei zu technischen Pannen.
… “Der Systemabsturz beim Testlauf ist der sprichwörtliche Tropfen, der das Fass endgültig zum Überlaufen bringt. Nicht nur, dass die Grundsätze einer demokratischen Wahl bei E-Voting nicht gewahrt werden können und es verfassungsrechtliche Bedenken gibt, ist nun auch bewiesen, dass das Programm instabil ist” …
Auch die Futurezone berichtet zu diesem Thema: “Streit über Software-Stabilität beim E-Voting“. Für den Artikel wurde auch eine Stellungnahme von Robert Krimmer, Berater des Wissenschaftsministeriums in E-Voting-Fragen, eingeholt. Er führt aus, dass das Problem lediglich die Verwaltungssoftware, nicht aber das Backend betroffen habe.
Das E-Voting-System ist in ein Backend (zentraler Wahlserver), das von Scytl und dem Bundesrechenzentrum betrieben wird, und eine Wahladministrationskomponente aufgeteilt, die auf das Backend zugreift. Die Störung sei auf eine organisatorische Umstellung zurückzuführen, die die Verwaltungssoftware betroffen habe und nicht das zentrale Backend – was allerdings keinen Unterschied für die wählenden Studierenden macht, da sie im Fall einer Störung so wie so ihre Stimmen nicht abgeben können.
Wahllommission der Uni Graz spricht sich gegen E-Voting aus
Die Wahlkomission an der Uni Graz hat sich, wie in einer Presseaussendung bekannt gegeben, einhellig erneut gegen E-Voting ausgesprochen:
In der ersten Sitzung der Wahlkommission (WaKo) an der ÖH Uni Graz im Sommersemester 2009 hat diese aufgrund rechtlicher/technischer Probleme sowie einer Unvereinbarkeit der elektronischen Wahl mit den im HochschülerInnenschaftsgesetz (HSG) festgelegten Wahltagen einen einhelligen Beschluss gefasst, in welchem die WaKo Wissenschaftsminister Hahn auffordert, seine Entscheidung zu überdenken und von einer Durchführung elektronischer ÖH-Wahlen abzusehen. …
6 Kommentare |
e-voting | Mit Tag(s) versehen: ÖH, ÖH-Wahlen, Backend, BMWF, brz, Bundesrechenzentrum, e-voting, Panne, Probleme, Robert Krimmer, Scytl, Systemabsturz, Testwahl, Testwahlen, Uni Graz, Verwaltungssoftware, WaKo |
Permalink
Verfasst von scolytus
März 17, 2009
Studierende an Österreichischen Hochschulen haben die Möglichkeit ihre Stimme vom 18. bis 22. Mai via Internet abzugeben oder in der darauffolgenden Woche an drei Werktagen über die herkömmliche Papierwahl. Wissenschaftsminister Hahn verteidigt erneut seinen Plan einen zusätzlichen elektronische Wahlkanal bei den kommenden ÖH-Wahlen anzubieten. Zudem präsentierte Hahn eine Studie, in der “eine mehr als 80-prozentige Zustimmung zur Möglichkeit des E-Votings” der Studierenden eruiert wurde.
Eine Antwort der ÖH, die sich als E-Voting-Versuchskaninchen sieht, lässt nicht lange auf sich warten: Die Vertreter der Grazer ÖHs Christian Dobnik (TU Graz) und Florian Ortner (Uni Graz) sprechen sich erneut vehement gegen E-Voting aus. Sie fordern “E-Voting auszusetzen, um die Grundsätze einer demokratischen Wahl zu wahren und Manipulationen nicht Tür und Tor zu öffnen”.
Allerdings lassen die Gegenstimmen der ÖHs, die Kritik des Verfassungsgerichtshofspräsidenten Gerhart Holzinger an E-Voting wie auch die Skepsis des Datenschutzrates und vieler anderer Hahn bisweilen kalt. Nun stellte auch Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen, am 9. März eine parlamentarische Anfrage zum Einsatz von E-Voting bei den ÖH-Wahlen. Ebenso hat Deutschland erst vor kurzem gegen E-Voting entschieden, dennoch wird weiterhin an einem Einsatz von Internetwahlen in Österreich gearbeitet.
Wo die größten Probleme bei elektronischen Wahlen liegen, wird auf einer eigenen Seite auf papierwahl.at oder hier sehr gut zusammengefasst.

[e-voting tagcloud, via ygfrz]
Kommentar schreiben » |
uni | Mit Tag(s) versehen: ÖH, ÖH-Wahlen, BMWF, Christian Dobnik, datenschutzrat, deutschland, e-voting, Florian Ortner, Gerhart Holzinger, Hahn, Kurt Grünewald, tu graz, Uni Graz |
Permalink
Verfasst von electrobabe
März 13, 2009
Die Bundesvertretung der Österreichischen HochschülerInnenschaft tagt heute, am Freitag, den 13. März, in Graz. Die Sitzung findet seit 13:30 im Hörsaal II der technischen Universität in der Rechbauerstraße 12 statt. Während der Erstellung dieses Artikels läuft die Sitzung bereits seit gut drei Stunden und das Thema E-Voting bleibt weiterhin sehr präsent.
In diesem Moment wird über einen Abwahlantrag gegen den Vorsitzenden und seinen 2. Stellvertreter diskutiert und abgestimmt. Obwohl sich die Bundesvertretung in vielen Beschlüssen durchgehend gegen E-Voting ausgesprochen hat, wird dies von dem Vorsitzenden Samir Al-Mobayyed immer wieder in Frage gestellt.
Warum hat der Vorsitzende eine andere Meinung als die Mehrheit der Bundesvertretung? Die Beantwortung dieser Frage ist kompliziert und wirft neue Fragen auf, denn: Noch im Juni 2008 hatte die Bundesvertretung einstimmig die Ablehnung von E-Voting bekräftigt.
Ungefähr zur gleichen Zeit kam es zum Ende der Koalition zwischen GRAS, FLÖ und VSStÖ. Nachdem die FLÖ Koalitionsbruch begangen hat, wurde die AG von der Bundesvertretung in den Vorsitz gewählt und stellt seitdem den Vorsitzenden und den 2. Stellvertreter (der Posten der 1. Stellvertreterin/des 1. Stellvertreters ist immer noch unbesetzt).
Die aktuelle Situation ist also folgende: Die AG ist in einer Minderheitsexekutive und spricht sich seit Oktober 2008 nun als einzige Fraktion für E-Voting aus. Alle anderen Fraktionen – die gemeinsam eine starke Mehrheit in der Bundesvertretung haben – sind gegen E-Voting.
Somit ist die ÖH-Bundesvertretung weiterhin mit breiter Mehrheit ablehnend gegenüber E-Voting eingestellt. Die Verhältnisse erinnern irgendwie an das Parlament: Auch dort ist die ÖVP (die Mutterpartei der AG) als einzige Partei für das E-Voting.
Der Abwahlantrag wird gerade per geheimer Wahl abgestimmt, das Ergebnis ist allerdings schon vorabsehbar: Damit der Antrag angenommen wird, bräuchte es eine 2/3-Mehrheit in der Bundesvertretung. Die wird sich aber wahrscheinlich nicht ausgehen, da die AG, die wohl nicht gegen sich selbst abstimmt, 20 von 58 Mandaten hält.

Links im Bild der 2. Stellvertretende Vorsitzende und rechts im Bild eine Mandatarin bei der Abstimmung. Dahinter steht ein Banner von papierwahl.at.
Nachtrag: Bei dem Abwahlantrag gegen den Vorsitzenden haben 29 MandatarInnen für die Abwahl gestimmt und 24 dagegen. Die notwendige 2/3-Mehrheit wurde damit klar verfehlt.
Kommentar schreiben » |
e-voting, uni | Mit Tag(s) versehen: Abwahlantrag, ÖH, ÖH-Wahlen, BMWF, Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Bundesvertretung, e-voting, Internetwahl, Parlament, Sitzung, Technische Universität Graz, tu graz |
Permalink
Verfasst von LX_T
März 9, 2009
Das Portal, auf dem Studierende im Frühling ihre Stimme für die ÖH-Wahl elektronisch abgeben können, ist nun online: https://oeh-wahl.gv.at
Zudem wurden einige Werbeaktionen gestartet, unter anderem in Printmedien oder auf Social-Software-Seiten wie Facebook (hier gibt es eine eigene E-Voting-Fanpage auf FB). Robert berichtete ebenfalls.
Über Facebook wurde man auch zu einer studi.gv.at-Party eingeladen, wobei beworben wurde: “Im Rahmen dieser Party kannst du dir deine Bürgerkarte aktivieren lassen!”. Mann müsse einfach einen Ausweis und ihre/seine eCard mitbringend. Interessant, denn da die Bürgerkarte über studi.gv.at nicht den erwarteten reißenden Absatz findet, wird nun zu drastischeren Maßnahmen gegriffen. Betrunkene Studierende sind vielleicht einfacher zum Freischalten zu überreden ;)


3 Kommentare |
e-voting | Mit Tag(s) versehen: ÖH-Wahlen, Bürgerkarte, BMWF, e-voting, eCard, facebook, oeh-wahl.gv.at, studi.gv.at |
Permalink
Verfasst von electrobabe
März 8, 2009
Wie Wired und Slashdot berichten, wurde ein Bericht veröffentlicht (.pdf), der untersucht, warum einige Wahlcomputer der Firma Premier Election Solutions (ehemals Diebold) letzten November in Humboldt County (Kalifornien/USA) Stimmen verloren haben.
In der damals eingesetzten Softwareversion gab es einen Fehler der Stimmen verschwinden ließ. Dieser Fehler war Premier Election Solutions seit spätestens Oktober 2004 bekannt:
The company, however, did not notify the Election Assistance Commission (EAC), the National Association of State Election Directors (NASED) or the California Secretary of State. Instead, the company sent a vague email to elections officials in the 11 California counties using GEMS version 1.18.19 with the Central Count Server at the time. [...] The email [...] advised the county officials to create and immediately delete an empty Deck before scanning any real ballots, but did not explain why this new procedure was necessary.
Der Bericht enthält aber auch noch ein weiteres interessantes Detail. So hat es bei einigen Softwareversionen einen ‘Clear Button’ zur Löschung des Audit Logs (Aufzeichnungen über systemkritische Vorgänge) im System gegeben:
The Clear buttons [...] allow inadvertent or malicious destruction of critical audit trail records in all Gems version 1.18.19 jurisdictions, risking the accuracy and integrity of elections conducted using this voting system. Five years after the company recognized the need to remove the Clear buttons from the GEMS audit log screens, not only [...] Counties in California but jurisdictions in other parts of the country [...] continue to use Gems version 1.18.19…
Die Schaltfläche zum Löschen ist zudem neben dem “Print” und “Save As” Button angeordnet, so dass es kürzlich in Kalifornien auch zu einem versehentlichen Löschen des Audit Logs kam. Premier Election Solutions hat in diesem Zusammenhang offensichtlich nicht daran gedacht, eine Warnung anzuzeigen, bevor die Löschung durchgeführt wird. In aktuellen Softwareversionen wurde zwar der ‘Clear Button’ wieder entfernt, doch ist es nicht angedacht, die betroffenen alten Versionen zu upgraden.
Adding a Clear button is easy, but there are too many reasons why doing that is a bad idea.

Picture: blog.wired.com
-> Humboldt Report to EAC (.pdf)
—
[via bendrath]
8 Kommentare |
e-voting, international, wahlcomputer | Mit Tag(s) versehen: Clear button, diebold, EAC, Humboldt Report, Premier Election Solutions, Softwarefehler, Stimmverluste, usa |
Permalink
Verfasst von marc