ÖH: Kreativwettbewerbe für Anti-E-Voting-Kampagne

Dezember 14, 2008

Die Sitzung der Bundesvertretung der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft am vergangenen Freitag in Innsbruck stand stark im Zeichen von Internetwahlen.

Neben Beschlüssen, die das Vorgehen des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung in ihrem Bestreben, bei den kommenden ÖH-Wahlen E-Voting zu ermöglichen, kritisieren, wurde auch das weitere Vorgehen für die geplante Anti-E-Voting Kampagne der ÖH besprochen.

Es werden zwei Kreativwettbewerbe ausgeschrieben, deren Output die Optik der Kampagne bestimmen soll:

  • Erstellung eines Slogans, dotiert mit 500€
  • Erstellung eines Sujets, dotiert mit 3000€
    Das Sujet hat jedenfalls zu enthalten:

    • Definition von Farben,
    • Zumindest ein Objekt mit Wiedererkennungswert
    • die Definition einer Schriftart
    • Beispiele für die Verwendung der genannten Dinge auf Plakat, Flyer und Web

Der Slogan bzw. das Sujet hat jedenfalls die in der Beschreibung erläuterten Bedenken  der ÖH widerzuspiegeln. Die Kreativwettbewerbe laufen bis 7.1.2009. Sämtliche Vorschläge sind bis dahin per E-Mail an folgende Adressen zu übermitteln:

kreativwettbewerb-slogan@oeh.ac.at für den Slogan, bzw.
kreativwettbewerb-sujet@oeh.ac.at für das Sujet.

Hier sind die Original-Antragstexte für den Slogan-Kreativwettbewerb und für den Sujet-Kreativwettbewerb, die Ausschreibungstexte sind noch in Arbeit.


Wahlcomputer lassen Stimmen verschwinden

Dezember 14, 2008

Die Dayton Daily News berichtet, dass die in Montgomery County (Ohio/USA) eingesetzten Wahlcomputer abgegebene Stimmen nicht gezählt haben:

Earlier this year [1] Montgomery and Butler counties discovered during the March primary that some votes did not properly upload to tabulation servers, but the problem was noted as an error so it was caught during counting.

The difference with the latest problem is the five lost votes would not have been discovered had the special audit not been performed, Harsman said.

“There is currently no checks and balances in the system to ensure that this didn’t happen,” Harsman said.

He said the memory card contained the votes, but it wasn’t until it was put back into the original voting machine that is re-synced and the 5 missing votes appeared. There is no circumstance during a typical count where a memory card would be put back into the original voting machine, Harsman said.

Damit die fehlenden Stimmen also wieder sichtbar wurden, musste man die Speicherkarte erst nochmals in den Wahlcomputer stecken, was im Regelfall nach der Wahl natürlich nicht mehr passiert. Geschieht das nicht, sind die Stimmen quasi verschwunden und tauchen in der Datenbank, wo die Stimmen zusammengezählt werden, nicht auf.

Bei dem Gerät handelt es sich um ein Modell von Premier Election Solutons (ehemals Diebold), die schon in der Vergangenheit des öfteren negativ durch Fehlverhalten ihrer Geräte aufgefallen sind.
Erste Konsequenz ist, dass am Montag in Trotwood, wo das Problem auftrat, nochmal per Hand nachgezählt wird. Wahlcomputergegner fordern weitreichendere Maßnahmen:

“It validates the concerns people have expressed about these machines,” said Ellis Jacobs, senior attorney for Advocates for Basic Legal Equality. “If the machines aren’t reliable then they shouldn’t be used.”
[daytondailynews.com]

[via heise]



[1] heise.de: Ungezählte Stimmen: Wahlmaschinenhersteller gibt Fehler zu


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